Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Kleckernd lernen Kleinkinder besser

Aktuelles

Nahaufnahme eines breiverschmierten Kleinkindergesichts mit erstaunt aufgerissenen Augen

So sieht ein Kind aus, das intensiv gelernt hat.
© Kobra78 - Fotolia

Mi. 04. Dezember 2013

Kleckernde Kleinkinder lernen besser

Die Finger im Brei, das Obstmus im Gesicht und das Karottenpüree an der Wand: Wenn Kleinkinder anfangen, selbständig zu essen, kann dies Eltern zur Verzweiflung treiben. Eine Studie US-amerikanischer Forscher könnte ihnen jetzt helfen, dem Gematsche auch etwas Positives abzugewinnen. Je mehr Chaos Kleinkinder während des Essens im Hochstuhl verbreiten, umso mehr lernen sie.

Anzeige

Feste Objekte, deren Form sich nicht ändert, sind für Kinder einfacher zu begreifen als flüssige Dinge. Doch experimentierfreudige Kleinkinder, die sich intensiv mit den verschiedenen Substanzen beschäftigten, sind eher in der Lage, diese aufgrund ihrer Beschaffenheit richtig zu identifizieren und zu benennen. Das fanden die Psychologen von der Universität Iowa in einer Studie mit 16 Monate alten Kleinkindern heraus. Diese bekamen 14 verschiedene flüssige bis breiige Substanzen vorgesetzt, das meiste davon Essen und Trinken wie Apfelmus, Pudding, Saft und Suppe. Die Forscher gaben diesen Substanzen erfundene Namen wie "Dax" oder "Kiv". Eine Minute später sollten die Kinder die Nahrungsmittel in Behältnissen mit einer anderen Größe und Form identifizieren und mit dem richtigen Fantasiewort benennen.

Viele Testkinder untersuchten die vorgesetzten Nahrungsmittel mit Wonne, indem sie darin stocherten, sie stupsten, berührten, betasteten, aßen und warfen, wie die Forscher im Fachblatt Developmental Science berichten. Die die das am intensivsten taten, schnitten in den Tests am besten ab. Außerdem spielte es eine Rolle, wo die Kinder ihre Tast-Experimente durchführten. In einem Hochstuhl sitzende Kleinkinder waren eher in der Lage, Nahrungsmittel zu erkennen und richtig zu benennen solche, die zum Beispiel ohne Hochstuhl an einem Tisch saßen. Das liege vermutlich daran, dass sie diese Situation vom Essen her kennen, glauben die Forscher. Flüssige oder breiige Nahrungsmittel seien in diesem Kontext nichts Neues, so Autorin Larissa Samuelson.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Das Geheimnis des süßen Geschmacks

Warum sind manche Schokoriegel süßer als Honig? Forscher haben es untersucht.

Kaffeeduft beflügelt Rechenkünste

Schon der Geruch von Kaffee könnte die Leistungsfähigkeit steigern.

Die gute Seite von schlechter Laune

Manchen Menschen fällt es schlecht gelaunt leichter, gute Leistungen zu bringen.

Orangen-Schutz für die Augen

Wer regelmäßig Orangen isst, kann bestimmten Augenerkrankungen vorbeugen.

Quallen-Erbe hilft gegen Infektionen

Unser Körper wehrt Erreger mithilfe von Quallen-Erbgut ab.

Emojis machen sympathischer

Die kleinen Bilder wecken positive Gefühle - kommen aber nicht immer zum Einsatz.

Kinder: Geschickter ohne Schuhe?

Barfuß oder mit Schuhen laufen beeinflusst die Motorik in verschiedener Weise.

Darum macht ein Wassertropfen "Plopp"

Forscher haben das Rätsel um das Geräusch gelöst - und herausgefunden, was man dagegen tun kann.

Einmal selbst Einstein sein

Wer in der virtuellen Realität Einstein ist, profitiert davon.

Hirnstimulation nur für Rechtshänder?

Depressionen auf diese Weise zu behandeln, könnte bei einigen Menschen nicht funktionieren.

Morgenmenschen sind seltener depressiv

Der Chronotyp beeinflusst offenbar die psychische Gesundheit.

Sind Kinder heute geduldiger als früher?

Wenn es um eine süße Belohnung geht, könnte das womöglich zutreffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen