Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Musik macht Kinder nicht schlauer

Aktuelles

Drei Mädchen spielen Instrumente: Trommel, Gitarre, Flöte

Ein Instrument spielen zu können, fördert die Kreativität von Kindern. Intelligenter macht Musik sie aber nicht.
© Kzenon - Fotolia

Do. 12. Dezember 2013

Musik macht Kinder nicht schlauer

Musik im Kindesalter hat verschiedene positive Auswirkungen: Ein Instrument zu spielen, kann Kreativität freisetzen. Das Üben erfordert zudem Konzentration und Disziplin und das Instrument schließlich zu beherrschen, stärkt das Selbstbewusstsein. Eines gehört jedoch ins Reich der Märchen: Musikalischer Unterricht macht nicht intelligenter.

Anzeige

Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Forscher, die dem weit verbreiteten Glauben, Musik mache Kinder schlauer, nachgingen. Ob sich durch musikalische Früherziehung tatsächlich die geistigen Fähigkeiten verbessern lassen, testete Samuel Mehr von der Harvard Universität in Cambridge gemeinsam mit Kollegen in zwei Studien mit Vorschulkindern und ihren Eltern. Ihr Ergebnis: der musikalische Unterricht hatte keinen nennenswerten Effekt auf die geistigen Fähigkeiten. Weder schnitten die Kinder bei Zahlen- oder Wortschatz-Tests besser ab, noch hatten sie eine deutlich bessere räumliche Wahrnehmung als Kinder ohne musikalische Förderung.

Damit liefern die Wissenschaftler einmal mehr einen Nachweis dafür, dass es so etwas wie den "Mozart-Effekt", wonach allein das Hören von Musik die räumliche Wahrnehmung verbessern soll, offensichtlich nicht gibt. Trotzdem unterstreichen die Forscher, wie wichtig das Erlernen und Hören von Musik ist. "Musik zu machen ist eine sehr alte und einzigartige Fähigkeit des Menschen", sagt Mehr. Die ältesten Flöten, die in Ausgrabungen gefunden wurden, seien 40.000 Jahre alt, und Singen gehe diesen Funden noch lange voraus. Es wäre verrückt, Kindern den Zugang zu Musik vorzuenthalten. "Wir lehren Shakespeare ja auch nicht, damit unsere Kinder bessere Noten bekommen, sondern weil wir finden, dass Shakespeare wichtig ist", so Mehr.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hilft Musik beim Vokabelnlernen?

Forscher haben untersucht, welche Rolle Hintergrundmusik beim Lernen spielt.

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen