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Martiniglas und Pistole

Agent mit der Lizenz zum Trinken: James Bond hatte ein Alkoholproblem.
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Fr. 13. Dezember 2013

Zu viele Drinks: Ist James Bond Alkoholiker?

Er trinkt seine Martinis geschüttelt, nicht gerührt. Jeder weiß, von wem die Rede ist – James Bond. Dass der Leinwandheld ein massives Alkoholproblem haben könnte, deuten jetzt Forscher im British Medical Journal an.

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Der wöchentliche Alkoholkonsum des britischen Geheimagenten überschreite die für Erwachsene empfohlene Menge um das Vierfache, berichten die Forscher in der zugegebenermaßen nicht ganz ernst gemeinten Weihnachtsausgabe der Fachzeitschrift. Kaum zu glauben daher, dass James Bond bei dieser Menge an Drinks in der Lage sein soll, auch unter extremem Druck die brenzligsten Situationen zu meistern, Frauen zu verführen oder die Welt zu retten.

Für die Studie hatten zwei Forscher alle 14 James Bond-Romane von Ian Fleming in einem Zeitraum von sechs Monaten akribisch gelesen. Sie notierten jeden alkoholischen Drink, der erwähnt wurde, und berechneten daraus den Alkoholkonsum. Ihr Ergebnis: Abgesehen von Tagen, an denen James Bond nichts trinken konnte, zum Beispiel weil er als Gefangener eingekerkert war, schüttete er durchschnittlich 92 Alkohol-Einheiten pro Woche hinunter. Als Alkohol Einheit gilt eine Menge von 8 bis 10 Gramm reinem Alkohol, wie sie etwa in 0,2 l Bier oder 0,1 l Wein enthalten ist. Die 92 Alkohol-Einheiten entsprechen also etwa 18 Litern Bier oder 36 Martinis: Das wären 5 am Tag.

Abgesehen davon, dass der Geheimagent offenbar des Öftern die für das Autofahren erlaubte Höchstmenge an Alkohol überschritten habe, stelle sein exzessiver Alkoholkonsum eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar, glauben die Studienautoren. Bei diesen Mengen müsse Bond mit Lebererkrankungen, Zirrhose, Impotenz und einem auf den Alkohol zurückzuführenden Zittern der Hände rechnen. Letztes sei dafür verantwortlich, dass Geheimagent 007 seine Martinis nur geschüttelt, nicht gerührt trinken konnte, vermuten die Forscher.

HH

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