Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Belohnung versüßt Obst und Gemüse

Aktuelles

Junge hält eine Münze und einen Apfel ins Bild.

Bares macht Schülern Lust auf Obst und Gemüse.
© Mark A. Philbrick/BYU

Do. 19. Dezember 2013

Schüler: Belohnung versüßt Obst und Gemüse

Schulkinder essen in der Mensa nicht besonders viel mehr Obst und Gemüse, selbst wenn man es ihnen automatisch mit dem Menü serviert, so das Ergebnis einer US-Studie. Doch wie sonst bekommt man Kinder dazu, sich gesund zu ernähren? Ganz einfach: Man zahlt ihnen eine kleine Belohnung dafür.

Anzeige

Forscher aus den USA hatten in einer Studie an 15 Schulen untersucht, wie erfolgreich sich Obst und Gemüse Kindern beim Schulmenü vermitteln lassen, wenn ihnen für den Verzehr eine kleine Belohnung winkt. Das Ergebnis: Die gesunden Nahrungsmittel schossen auf der Beliebtheitsskala weit nach oben, und zwar egal ob es sich bei der Belohnung um 5 Cent, 25 Cent, ein Los für eine Tombola oder etwas Größeres handelte. Der Obst- und Gemüseverzehr steigerte sich in der Studienwoche um 80 Prozent, und die Menge an Nahrungsmitteln, die weggeworfen werden mussten, verringerte sich um ein Drittel, wie die Forscher im Fachblatt The Journal of Human Resource berichten.

Das riecht nach Bestechung und der Aufschrei von Eltern und Pädagogen ist schon fast hörbar. Aber: "Belohnungen sind ein starkes Instrument, wenn es darum geht, eine neue Fertigkeit zu entwickeln oder Einstellungen zu ändern", sagt der Ökonomie-Professor Joe Price. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. So können Belohnungen auch die innere Motivation zerstören. Eine Belohnung fürs Essen etwa könnte Kindern daran hindern, sich aus eigenem Antrieb gesund zu ernähren, so Price. Auch könnte unter Umständen so etwas wie ein Bumerang-Effekt eintreten, dass die Kinder noch weniger Obst und Gemüse essen als zuvor, wenn die Belohnung irgendwann wegfällt.

Um dies zu testen, hatten die Wissenschaftler auch den Verzehr vor und nach der Belohungswoche gemessen. Ein Bumerang-Effekt blieb zwar aus, doch aßen die Kinder nach dieser Woche nicht mehr Obst und Gemüse als vorher, so ihr Fazit. Die Forscher wollen nun prüfen, ob eine längere Zeitspanne zu einer positiven Verhaltensänderung führen kann.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie Smartphones der Psyche helfen

Benutzerdaten von Smartphones erlauben Vorhersagen zum Verlauf psychischer Erkrankungen.

Reisekrankheit einfach abtrainieren

Das Lösen bestimmter Aufgaben soll Reiseübelkeit in Schach halten.

Kurze Massagen lindern Stress

Es reichen schon wenige Minuten, um die geistige und körperliche Entspannung zu steigern.

Dicke Beine können Vorteile haben

Fett an den Beinen könnte möglicherweise vor Bluthochdruck schützen.

Wie Arbeit Hunger unterdrücken kann

Wer konzentriert an etwas arbeitet, denkt dabei seltener an Essen oder Süßigkeiten.

Juckreiz: Besser streicheln als kratzen

Juckreiz lässt sich offenbar auch schonend lindern, wie Forscher herausgefunden haben.

Bienengift zerstört Krebszellen

Eine Substanz aus dem Gift der Honigbiene kann das Wachstum von Krebszellen unterdrücken.

Trotzen Viren bald Hitze und Chlor?

Forscher haben herausgefunden, dass sich Viren an ihre Umwelt anpassen.

Koffein-Nickerchen macht wach

Erst Kaffee, dann ein Power Nap: Die Reihenfolge ist entscheidend, zeigt eine neue Studie.

Genervt? Ausschlafen könnte helfen

Wer wenig schläft, hat am am folgenden Tag oft ein dünneres Nervenkostüm.

Panik, wenn das Handy zu Hause liegt?

Forscher haben untersucht, was hinter diesen Angstgefühlen steckt.

Mittagsschlaf: 25 Minuten maximal

Bei längerer Schlafdauer zeigte eine Studie deutliche Nachteile.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen