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Junger lachender Mann mit dunklen Haaren und dunklem Bart auf der Couch sitzend, einen Laptop auf den Knien.

Obwohl es heute viel leichter ist, mit Menschen Kontakt zu halten, beschränken sich die meisten unbewusst auf eine bestimmte Zahl von Freunden.
© Minerva Studio - Fotolia

Di. 07. Januar 2014

Für jeden neuen Freund fliegt ein alter raus

"Eins rein, eins raus" lautet eine Anti-Chaos-Strategie, mit der sich zum Beispiel Klamottenberge im Kleiderschrank vermeiden lassen. Soll heißen: Für jedes neue Kleidungsstück fliegt ein altes raus. Forscher fanden jetzt heraus, dass wir diese Strategie offenbar unbewusst auch auf unseren Freundeskreis anwenden.

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"Obwohl soziale Kommunikation heute einfacher ist als jemals zuvor, scheint es so zu sein, dass unsere Kapazität, engere Beziehungen aufrecht zu erhalten, begrenzt ist", sagt Felix Reed-Tsocha von der Universität Oxford. Wie viele Menschen genau zum engeren Kreis zählen, variiere von Person zu Person. Allerdings gelte in jedem Fall, dass wir nur in der Lage seien, mit einer relativ geringen Zahl an Menschen engere Beziehungen zu pflegen, berichtet der Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen online in der Fachzeitschrift Proceedings of National Academy of Science (PNAS). "Neue Freundschaften gehen damit auf Kosten älterer Freundschaften", sagt Reed-Tsocha.

Das Team von Wissenschaftlern aus Großbritannien und Finnland hatte für die aktuelle Studie Mobiltelefon-Daten von 24 jungen Erwachsenen ausgewertet, die über 18 Monate hinweg gesammelt worden waren. Die Studienteilnehmer hatten in dieser Zeit die Schule beendet und mit einer Arbeit oder dem Studium begonnen. Die Forscher fanden heraus, dass jeder Teilnehmer eine ganz eigene Art und Weise hatte, seine Zeit für Kommunikation auf engste Freunde und Familie zu verteilen, also quasi eine ganz persönliche "soziale Signatur" besitze. Diese änderte sich nicht, auch wenn sich Beziehungsmuster veränderten und neue Freundschaften geknüpft wurden. "Kommen neue Personen zum sozialen Netzwerk hinzu, werden ältere Freunde durch sie ersetzt oder erhalten zumindest weniger Anrufe", sagt Robin Dunbar, Professor für Evolutionspsychologie in Oxford.

HH

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