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Jüngerer dunkelhaariger Mann sitzt mit verpeiltem Gesichtsausdruck auf einer Couch, Fernbedienung in der einen, Getränkedose in der anderen Hand, über den Knien eine Decke

Wer nicht so schnell "schaltet", bekommt meist früher Besuch vom Sensenmann.
© Scott Griessel - Fotolia

Do. 30. Januar 2014

Wer langsam reagiert, ist früher tot

Glaubt man den Ergebnissen einer aktuellen britischen Studie, haben Menschen mit einer langsamen Reaktionszeit ein kürzeres Leben. Was allerdings nicht daran liege, dass sie einem Laster, Zug oder vom Himmel fallenden Betonblock nicht mehr rechtzeitig ausweichen könnten.

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Wissenschaftler aus London und Edinburgh hatten eine ältere Studie mit über 5.000 US-Amerikanern ausgewertet, bei der unter anderem die Reaktionszeit der Teilnehmer getestet worden war. Die Testpersonen hatten so schnell wie möglich einen Knopf drücken müssen, sobald auf einem Computerbildschirm ein Bild auftauchte. Die britischen Forscher stellten bei der Auswertung nun fest, dass die Reaktionsfähigkeit im mittleren Alter offenbar mit der Wahrscheinlichkeit, 15 Jahre später noch zu leben, zusammenhängt: Innerhalb von 15 Jahren waren 378 der Studienteilnehmer gestorben. Das Risiko, früh zu sterben, lag für Teilnehmer mit besonders langsamer Reaktionszeit um 25 Prozent höher als bei jenen, die durchschnittlich schnell reagiert hatten.

Studienleiter Dr. Gareth Hagger-Johnson vom University College London nimmt an, "dass die Reaktionszeit eine grundlegende Eigenschaft des Zentralnervensystems widerspiegelt. Die Geschwindigkeit, mit der Informationen verarbeitet werden, gilt als wichtige Basis geistiger Fähigkeiten." Die Reaktionszeit könne also vielleicht einen Hinweis darauf geben, wie gut das Zentralnervensystem und andere Körpersysteme funktionieren. In der Zukunft könnte es möglich sein, mit einem einfachen Reaktionstest die Gesundheit zu überwachen, so Hagger-Johnson. Derzeit sei allerdings ein gesunder Lebensstil das Beste, das Menschen tun könnten, um ein möglichst hohes Alter zu erreichen.

HH

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