Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Kleine Lügen machen kreativer

Aktuelles

Modedesignerin in ihrem Atelier beim Zeichnen

Ein bisschen unehrlich zu sein hilft der Kreativität auf die Sprünge.
© sepy - Fotolia

Fr. 21. Februar 2014

Kleine Lügen machen kreativer

Unehrlichkeit und Kreativität könnten die zwei Seiten einer Medaille sein. Für beides ist die Bereitschaft notwendig, bestehende Regeln zu brechen. Mehr noch: US-Psychologen fanden jetzt heraus, dass kleine Lügen vorab das kreative Denken sogar noch beflügeln können.

Anzeige

Schon in früheren Studien hatte die Psychologin Francesca Gino von der Harvard Universität herausgefunden, dass Menschen eher unehrliche Entscheidungen treffen, wenn sie dazu ermutigt werden, unkonventionell zu denken. In ihrer jetzigen Arbeit drehte sie den Spieß um und untersuchte gemeinsam mit ihrem Kollegen Scott S. Wiltermuth, wie sich Unehrlichkeit auf die Kreativität auswirkt. In einer Reihe von Versuchen zeigte sich, dass Testpersonen, die in einer ersten Aufgabe gelogen hatten, in einer nachfolgenden Aufgabe, in der ihr kreatives Denken gefordert war, besser abschnitten als ehrliche Studienteilnehmer.

In einem ersten Test sollten die Teilnehmer in Zahlenanordnungen fehlende Zahlen ergänzen. Für jede richtig gelöste Aufgabe winkte eine Belohnung. Indem die Testpersonen beim Abholen der Belohnung aber selbst angeben durften, wie viele Aufgaben sie richtig gelöst hatten, wurden sie in Versuchung geführt, bei den Angaben zu schummeln. Und siehe da: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer log, wie die Forscher im Fachblatt Psychological Science berichten. In einem zweiten, nachfolgenden Test wurde das kreative Denken getestet. Dabei erhielten die Teilnehmer drei Wörter, die nur entfernt etwas miteinander zu tun haben (zum Beispiel "Humor", "Pech" und "Nacht"). Dann sollten sie ein weiteres Wort finden, das zu allen dreien passt (zum Beispiel das Wort "schwarz"). Es zeigte sich, dass diejenigen, die in dem ersten Test gelogen hatten, in dem zweiten Test mehr passende Kombinationen fanden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie Spucke den Geschmack beeinflusst

Speichel ist offenbar in der Lage, unsere Ernährungsgewohnheiten zu verändern.

Statussymbole wirken abschreckend

Wer sich mit teuren Markenprodukten umgibt, hat es schwer, neue Freundschaften zu knüpfen.

Ich rieche was, was du nicht riechst

Einer von 15 US-Amerikanern riecht etwas, das gar nicht da ist.

Langes Leben: Wie die Mama, so die Tochter

Erreicht die Mutter ein bestimmtes Alter, lebt die Tochter vermutlich auch sehr lange.

Abgase: Schlechte Luft im Kinderwagen?

Wegen der geringen Höhe sind Babys im Kinderwagen mehr Abgasen ausgesetzt.

Mit diesen Tricks fühlen Sie sich jünger

Zwei Strategien helfen dabei, sich jünger und gesünder zu fühlen.

Enge Unterwäsche schadet Samenqualität

Die Wahl der Unterwäsche könnte bei Männern Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

Wovor Allergien Kinder schützen könnten

Bei Kindern mit Allergien verläuft eine Blinddarmentzündung oft weniger schwer.

Herzinfarkt: Ärztin erhöht Überlebensrate

Zumindest gilt das für weibliche Patientinnen, wie eine Analyse nun zeigt.

Tierbaby: Anblick verdirbt Fleisch-Lust

Das gilt vor allem für Frauen, wie eine neue Studie zeigt.

Ehe schützt vor tödlichen Krankheiten

Der Familienstand wirkt sich auf das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle aus.

Kopfbälle schaden Frauen mehr

Frauen erleiden durch Kopfbälle eher ein Hirntrauma als Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen