Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Liebesheirat birgt sozialen Sprengstoff

Aktuelles

Attraktives Paar ca. Mitte 40

Harmonie auch auf finanzieller Ebene: Viele Ehepartner heutzutage haben ein ähnliches Einkommen.
© goodluz - Fotolia

Di. 25. Februar 2014

Ehe: soziale Gerechtigkeit durch Losverfahren

"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Auch auf Ehepaare trifft das zu, birgt jedoch sozialen Sprengstoff, wie ein Team internationaler Forscher herausgefunden hat. Ihr Vorschlag, um gesellschaftlichen Problemen vorzubeugen: Ehepartner per Losverfahren zuordnen.

Anzeige

Eheschließungen von Partnern aus unterschiedlichen sozialen Schichten werden seltener. Heute finden offenbar besonders häufig Menschen zusammen, die ein ähnliches Ausbildungsniveau und Einkommen haben. Dadurch gebe es immer mehr Haushalte, in denen die Partner gleich viel oder gleich wenig verdienen, was zur Folge habe, dass die Gesamteinkommen der Haushalte in einem Land immer stärker auseinanderdriften. Das berichtet Professor Dr. Georgi Kocharkov, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Konstanz, in einer US-amerikanischen Fachzeitschrift für Wirtschaftsthemen. Gemeinsam mit Kollegen hatte er untersucht, wie sich die Partnerwahl auf die Verteilung der Einkommensverhältnisse in einem Land auswirkt.

Dieses finanzielle Ungleichgewicht sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass in den vergangenen Jahrzehnten der weibliche Anteil am Arbeitsmarkt gestiegen sei. "Dadurch, dass Frauen heute besser ausgebildet sind, gibt es weniger Frauen mit einem geringen oder gar keinem Einkommen", sagt Kocharkov. Das führt zu größerer Gleichheit, zumindest wenn man die einzelnen Personen betrachtet. Die von ihnen beobachtete Partnerwahl innerhalb der gleichen Einkommensverhältnisse begünstige aber, dass sich die Schere zwischen Besserverdienenden und Geringverdienern durch die Eheschließungen noch weiter öffne, so der Wirtschaftswissenschaftler. "Wenn wir annehmen, in den USA würden ab sofort alle Ehen rein zufällig geschlossen und nicht, wie es heute der Fall ist, innerhalb des eigenen Ausbildungsniveaus, würde sich die soziale Ungleichheit drastisch reduzieren", erläutert Kocharkov.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hilft Musik beim Vokabelnlernen?

Forscher haben untersucht, welche Rolle Hintergrundmusik beim Lernen spielt.

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen