Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Art des Büros beeinflusst Fehlzeiten

Aktuelles

Großraumbüro mit Menschen

Großraumbüros schnitten bei der Studie der schwedischen Wissenschaftler besonders schlecht ab.
© Monkey Business - Fotolia

Mi. 26. Februar 2014

Krank im Job: Art des Büros beeinflusst Fehlzeiten

Fehlzeiten von Arbeitnehmern gehen gerade im Winter oft auf Infekte zurück. Aber wo fängt man sich diese ein? Nicht nur in Bussen, S- und U-Bahnen, sondern auch am Arbeitsplatz. Schwedische Forscher konnten jetzt nachweisen, dass die Raumaufteilung des Büros hier eine wichtige Rolle spielt.

Anzeige

Die Wissenschaftler von der Universität Stockholm hatten in der Studie mit fast 1.900 Arbeitnehmern folgende Bürotypen verglichen: Einzelbüros, Büros, in denen sich zwei bis drei Arbeitnehmer einen Raum teilen, kleine, mittlere und große Großraumbüros, flexible Büros, bei denen es keinen festen Arbeitsplatz gibt, und Kombi-Büros, bei denen die Raumaufteilung flexible und Einzelbüros umfasst. Dabei wirkten sich Großraumbüros besonders in Bezug auf kürzere Krankheitsperioden von bis zu einer Woche negativ aus. Das betraf vorzugsweise Frauen, die in Großraumbüros egal welcher Größe arbeiteten. Sie waren häufiger krank als Frauen, die in anderen Bürotypen tätig waren. Zu längeren krankheitsbedingten Ausfällen von über einer Woche kam es bei ihnen vor allem in großen Großraumbüros. Dies berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Ergonomics. Flexible Büros standen dagegen bei Männern mit mehr Fehltagen insgesamt und häufigeren kurzen Krankheitsperioden in Zusammenhang. Am besten schnitten Zellenbüros, Büros mit geteilten Räumen und Kombi-Büros ab.

Warum Großraumbüros nicht gut für die Gesundheit der Angestellten sind, sei bisher noch nicht gänzlich geklärt, schreiben die Forscher. Doch gehe man davon aus, dass Umgebungsstress, wie der Geräuschpegel oder fehlender Sichtschutz, hier eine Rolle spielen. Auch die Gefahr, sich bei anderen anzustecken, sei in Großraumbüros unter Umständen größer. Ebenso könnte die Art der Arbeit und die Gruppendynamik eine Rolle spielen, zum Beispiel dann, wenn Arbeitnehmer zur Arbeit erscheinen, obwohl sie krank sind.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Männer-Gehirn profitiert von Sport

Gewisse Hirnfunktionen verbessern sich offenbar durch körperliches Training.

Ein Malkurs fördert die Beziehung

Wie sich die Bindung bei Paaren verbessern lässt - egal ob jung oder alt.

Mehr Sport, bessere Schulnoten?

Sportlich aktive Jugendliche bringen oft bessere Noten mit nach Hause.

Darmbakterien: 2.000 neue Arten entdeckt

Die Darmflora ist offenbar vielfältiger, als bislang angenommen.

Mücken-Diätmittel schützt vor Erregern

Das Mittel gaukelt den Mücken vor, bereits satt zu sein.

Alkohol: Ist die Reihenfolge wichtig?

Bier auf Wein, das lass sein? Forscher sind dieser Volksweisheit auf den Grund gegangen.

Viel Fernsehen - eher Darmkrebs?

Vor allem junge Menschen müssen einer aktuellen Studie zufolge aufpassen.

Lachen hilft bei Hirn-Operation

Mediziner haben eine Patientin bei einer Hirn-OP zum Lachen gebracht - mit erstaunlichem Erfolg.

Frauen-Gehirne schrumpfen langsamer

Das Gehirn von Frauen ist im Durchschnitt drei Jahre jünger als das von Männern.

Vokabeln im Schlaf lernen

Während einer gewissen Phase des Tiefschlafs ist es möglich, neue Wörter zu lernen.

Wer mit Bus und Bahn fährt, bleibt schlank

Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, ist seltener übergewichtig.

Zweisprachige Babys sind aufmerksamer

Forscher haben untersucht, welchen Unterschied eine ein- oder zweisprachige Erziehung zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen