Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Sozialer Druck spart Handtücher

Aktuelles

Zimmermädchen mit Handtuchwagen und weißen frischen Handtüchern in den Händen auf Hotelflur

Jeden Tag frische Handtücher im Hotel - das belastet die Umwelt unnötig.
© stefanolunardi - Fotolia

Mo. 31. März 2014

Hotel-Handtücher: Milder sozialer Druck spart Wäsche

Jeder kennt die Hinweise im Hotel-Badezimmer, aus Umweltgründen die Handtücher mehrfach zu benutzen. Oft verhallt dieser Aufruf ungehört. Psychologen der Universität Luxemburg haben nun eine einfache Methode gefunden, wie sich die Hotelgäste doch überzeugen lassen.

Anzeige

Die Wissenschaftler hatten in zwei Hotels in Schweizer und österreichischen Skiorten Anfang 2013 ein Experiment durchgeführt: Sie stellten drei unterschiedliche Schilder getrennt in unterschiedlichen Badezimmern auf. Diese erinnerten Gäste an die Umweltauswirkungen beim Gebrauch von Handtüchern. Zusätzlich war auf einem Schild zu lesen: "75 Prozent der Gäste in diesem Hotel verwenden ihre Handtücher wieder." Auf einem anderen Schild stand eine weitere, leicht veränderte Formulierung: "75 Prozent der Gäste in diesem Zimmer verwenden ihre Handtücher wieder." 132 Gäste nahmen an diesem Feldversuch teil. Die Schilder waren auf Deutsch und Englisch und konnten demnach wahrscheinlich von den Gästen in diesen Urlaubsorten in den Alpen verstanden werden.

"Wir fanden heraus, die die Gäste die Benutzung der Handtücher deutlich reduzierten, wenn sie über das Verhalten früherer Gäste in ihrem Zimmer informiert wurden", fasst der leitende Forscher Dr. Gerhard Reese die Ergebnisse zusammen. Im "Zimmerszenario" verwendeten die Gäste durchschnittlich ein Handtuch pro Person und Tag, während 1,6 Handtücher pro Person und Tag benutzt wurden, wenn auf das Verhalten im ganzen Hotel aufmerksam gemacht wurde. Dies entspricht 40 Prozent weniger Handtüchern, die gewaschen werden mussten.

"Menschen sind soziale Wesen", erklärt Reese. "Da wir in Gruppen akzeptiert werden wollen, verhalten wir uns so, dass wir dazugehören. Instinktiv fühlen wir uns denen nahe, die vor uns in einem Hotelzimmer wohnten, da wir denken, dass sie uns ähnlich sind. Folglich ist es wahrscheinlicher, dass wir ihr Verhalten nachahmen."

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sex mit dem Ex: Ist das (k)eine gute Idee?

Dass Sex mit dem Ex-Partner nicht per se schlecht für die Seele sein muss, belegt eine neue US-Studie.

Ausdauertraining für den Darm

Ausdauertraining kann sich positiv auf die Bakteriengemeinschaft im Darm auswirken

Nach OP: Wassereis hilft bei Verwirrtheit

Ein Arzt erklärt, warum Wassereis Patienten nach einer Vollnarkose helfen kann.

Wer zusammenzieht, nimmt zu

Ein gemeinsamer Haushalt sorgt offenbar für Extra-Kilos auf der Waage.

Gehirn funktioniert im Herbst besser

Die geistige Leistung schwankt offenbar mit den Jahreszeiten, wie eine Studie zeigt.

Antibiotika: Nur jeder Zweite weiß Bescheid

Die Hälfte der Deutschen weiß nicht, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen.

Geburt: Warum Väter dabei sein sollten

Männer, die bei der Entbindung dabei sind, kümmern sich später besser um ihre Kinder.

Magenbypass vor Schwangerschaft?

Eine bariatrische Operation senkt das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft enorm.

Chirotherapie: Nicht ohne Risiko

Gerade Eingriffe an der Halswirbelsäule bergen Risiken, berichtet ein Mediziner.

Fast-Food-Entzug ähnelt Drogen-Entzug

Ein Verzicht auf Pommes, Burger & Co kann für Entzugserscheinungen sorgen.

Wie Hautzellen gegen Mutationen kämpfen

Unsere Haut muss permanent gegen mutierte Zellen kämpfen, um Krebs zu verhindern.

Warum Hunger für schlechte Laune sorgt

Forscher haben untersucht, warum ein leerer Magen auf die Stimmung schlägt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen