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Banknoten bilden einen idealen Nährboden für Bakterien. Über 3.000 verschiedene Mikroorganismen, viele davon bisher unbekannt, fanden US-Forscher durch Genanalysen.
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Mi. 23. April 2014

Dreckige Dollars: Bakterien lieben Geldscheine

Wenn die Rede von "dreckigem Geld" ist, denken die meisten an kriminelle Erträge. Doch Bargeld ist im Wortsinne schmutziger als gedacht, denn es ist von Tausenden verschiedener Bakterienarten geradezu überwuchert. Eine Möglichkeit der "Geldwäsche" als Maßnahme zum Seuchenschutz existiert bisher jedoch nicht.

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Wissenschaftler der New York Universität (NYU) haben in einem Großprojekt die Bakterienarten auf 80 Ein-Dollar-Scheinen erforscht und gezählt, die in New York im Umlauf waren. Sie analysierten dazu das Erbgut der Mikroorganismen und waren erstaunt von der Fülle der Arten, die die Banknoten besiedelten. Insgesamt haben sie 3.000 Bakterientypen gefunden. Das ist weit mehr als sich in vorhergehenden Studien mit weniger genauen Methoden zeigten. "Das war recht verblüffend für uns", sagte Jane Carlton von der NYU gegenüber dem Wall Street Journal, das über die Studie berichtete. "Wir haben tatsächlich herausgefunden, dass Mikroben auf Geld wachsen."

Neben Bakterien identifizierten die Forscher u.a. auch Viren und Pilze. Am häufigsten fanden sich Aknebakterien auf den Scheinen. Andere können Magengeschwüre, Lungenentzündungen, Lebensmittelvergiftungen und Staphylokokkeninfektionen auslösen, berichten die Wissenschaftler. In Spuren traten auch Milzbrand- und Diphtherie-Erreger auf. Etwa die Hälfte aller Mikroorganismen stammte vom Menschen. Doch auch Hinweise auf Pferde, Hunde und sogar Breitmaulnashörner brachten die Forscher laut Wall Street Journal zutage. Viele der Bakterien waren noch unbekannt, weil sie bisher in keiner Gendatenbank katalogisiert waren.

Geldscheine und die Rückstände, die der Mensch darauf hinterlässt, bilden einen idealen Nährboden für Bakterien. Diese können sich dann schön geschützt in Brieftaschen bei Körpertemperatur vermehren und zur Verbreitung von Seuchen beitragen. Das Problem, wie man die Scheine reinigen könnte, ist bisher ungelöst. Sie werden lediglich nach einigen Monaten bis Jahren von den Banken gegen neue Scheine ausgetauscht, die dann schnell wieder zur Bakterienbrutstätte werden.

RF

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