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Ein Hurrican, der aus dem Weltraum zu sehen ist.

Welches Ausmaß Wirbelstürme haben, erkennt man aus dem Weltall besonders gut.
© Photobank - Fotolia

Di. 03. Juni 2014

Weibliche Namen machen Hurrikans gefährlich

Dass Hoch- und Tiefdruckgebiete von den Wetterforschern mit Vornamen benannt werden, kennt man seit Jahrzehnten aus den Fernsehnachrichten. Offenbar hat diese Benennung ungeahnt fatale Folgen: US-Forscher haben herausgefunden, dass Wirbelstürme, sogenannte Hurrikans, mit weiblichen Namen für den Menschen gefährlicher sind als solche mit männlichen.

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In einem Rückblick auf sechs Jahrzehnte Hurrikan-Aufzeichnungen hatten die Wissenschaftler festgestellt, dass schwere Hurrikans umso mehr Todesopfer forderten, je femininer ihre Namen waren. Wie viel Einfluss dabei dem Namen selbst zukommen könnte, geht aus einer Berechnung der Forscher hervor. Demnach könnte es die Zahl der Todesopfer fast verdreifachen, wenn ein gefährlicher Hurrikan statt des maskulin klingenden Namens "Charley" den deutlich feminineren Namen "Eloise" erhalte, berichten die Forscher.

Der Grund für die höhere Zahl an Todesopfern könnte eine Fehleinschätzung aufgrund der Namen sein, vermuten die Forscher. So scheinen Menschen ihre Vorstellung von dem, wie sich ihrer Meinung nach Männer und Frauen verhalten, auf Wirbelstürme mit männlichen und weiblichen Namen zu übertragen. Dies zeigte sich in Experimenten, bei denen sich die Versuchsteilnehmer vorstellen sollten, in die Nähe eines Wirbelsturms zu geraten. Trug der Hurrikan Namen wie Alexandra, Christina oder Victoria, wurde er von den Teilnehmern als weniger gefährlich eingestuft als Hurrikans, die Alexander, Christopher oder Victor hießen.

"Ein Hurrikan mit einem weiblichen, möglichst noch feminin klingenden Namen, wie Belle oder Cindy, erscheint sanfter und weniger gewaltsam", sagt Sharon Shavitt, Koautorin der in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlichten Studie. Doch sage der Name eines Hurrikans nichts über seine Gefährlichkeit aus, warnen die Forscher. "Die Namen werden willkürlich vergeben, basierend auf einer vorher festgelegten Liste mit abwechselnd männlichen und weiblichen Namen", sagt Studienleiter Kiju Jung. In Deutschland erfolgt die Namensvergabe anders. Hier kann jeder gegen Gebühr Namenspate für ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet werden. Ob die Hochs und Tiefs weiblich oder männlich heißen, wechselt jährlich.

HH

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