Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mythos Mond: schlaflose Nächte?

Aktuelles

Vollmond an nächtlichem Wolkenhimmel

In Vollmondnächten schlafen wir nicht schlechter als in anderen Nächten auch, da sind sich Wissenschaftler nun sicher.
© suppakij1017 - Fotolia

Di. 17. Juni 2014

Der Mond beeinflusst den Schlaf nicht

Um die Kraft des Mondes ranken sich viele Mythen. Aber hat er jetzt nun einen Einfluss auf unseren Schlaf oder hat er keinen? Im Gegensatz zu früheren Studien fanden deutsche Forscher vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München - nichts.

Anzeige

Um Zufallsbefunde, wie sie in Studien mit geringer Teilnehmerzahl möglich sind, zu vermeiden, hatten die Wissenschaftler Schlafdaten von mehr als 1.200 Teilnehmern aus über 2.000 Nächten ausgewertet. Grundlage dafür waren große, bereits vorhandene Datensätze. "Wir konnten keinen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen menschlichem Schlaf und den Mondphasen aufzeigen", berichtet Martin Dresler, Neurowissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München und Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour in Nijmegen, Niederlande.

Frühere Ergebnisse aus anderen Studien konnten die Wissenschaftler damit nicht bestätigen. Vielmehr stießen sie im Verlauf ihrer Recherche auf weitere, oftmals unveröffentlichte Studienergebnisse, bei denen kein Einfluss des Mondes festgestellt worden war. Dies sei der Tendenz zuzuschreiben, dass Studien ohne positives oder eindeutiges Ergebnis oft in der Schublade der Wissenschaftler verblieben, glauben die Forscher. Im vorliegenden Fall führe dies dazu, dass Studien, die auf einen positiven Mondeinfluss hindeuten bisher überrepräsentiert seien.

Und das obwohl diese an manchen Stellen kranken. So seien die Auswirkungen der Mondphasen auf den Schlaf nur selten mit objektiven Methoden, wie einem Schlaf-EEG, untersucht worden und die Ergebnisse seien zum Teil widersprüchlich, kritisieren die Forscher. In zwei Arbeiten aus den Jahren 2013 und 2014 mit 30 und 50 Teilnehmern konnte zwar übereinstimmend gezeigt werden, dass die Schlafdauer in Vollmondnächten verkürzt ist. Doch seien die Arbeiten bei der Frage, wie der Mond den REM-Schlaf, in dem wir träumen, beeinflusst, zu kontroversen Ergebnissen gekommen, so die Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen