Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Näherkommendes macht Angst

Aktuelles

Puscheliger weißer, recht großer Hund kommt am Strand, Meer im Hintergrund, mit hängernder Zunge auf die Kamera zugelaufen

Dinge, die auf uns zu kommen, machen uns Angst – selbst wenn es sich dabei um etwas ganz harmloses wie solch einen puscheligen Hund handelt.
© ots-photo - Fotolia

Mi. 25. Juni 2014

Urgefühl: Näherkommendes macht Angst

Dinge, die auf uns zu kommen, machen uns Angst – selbst wenn es sich dabei um etwas ganz harmloses handelt. Das berichten US-amerikanische Forscher. Sie bezeichnen dieses Phänomen als "Annährungs-Aversion", die ihrer Meinung nach angeboren sein könnte.

Anzeige

Die Forscher hatten mit Versuchsteilnehmern acht Tests durchgeführt. Aus diesen ging hervor, dass selbst nicht-bedrohliche Gegenstände und Lebewesen, wenn sie sich auf die Testpersonen zubewegten, unangenehme Gefühle wachriefen. Dies galt auch für scheinbar gutmütige Wesen wie einen Hirsch, dem allem Anschein nach doch das Unberechenbare eines wilden Tieres anhaftet.

"Um überleben zu können, haben Menschen die Eigenheit entwickelt, sich vor Tieren, Menschen und Dingen, die sich annähern, zu hüten", erläutert Christopher K. Hsee, Professor an der University of Chicago Booth School of Business, seine Theorie. Schließlich habe der Mensch im Laufe seiner langen Geschichte gelernt, dass etwas, das auf einen zukomme, eher bedrohlich sei als etwas, das sich entferne, meint Hsee. Man denke nur an einen Tiger. Allerdings kann sich das als "Annäherungs-Aversion" betitelte Unbehagen den Forschern zufolge nicht nur auf Dinge und Lebewesen beziehen, die sich körperlich annähern. Vielmehr gelte dies auch für Ereignisse, die zeitlich näher rücken oder wahrscheinlicher werden, wie Hsee und Kollegen in der Fachzeitschrift Journal of Personality and Social Psychology berichten.

Obwohl moderne Menschen diese Angst weniger berücksichtigten, könnte sie doch eine wichtige Rolle im täglichen Leben spielen, glauben die Forscher. Eine Werbesendung etwa, bei der sich das beworbene Produkt auf dem Bildschirm langsam dem Betrachter nähert, könnte dadurch glatt nach hinten losgehen. Ähnlich unangenehme Gefühle löst vielleicht ein Redner aus, der immer dichter auf sein Publikum zugeht.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Leben beschäftigte Menschen gesünder?

Betriebsame Menschen treffen oft bessere Entscheidungen für die eigene Gesundheit.

Warum wir Wespen unterschätzen

Viele empfinden die Tiere als nutzlos, nervig und aggressiv - zu Unrecht, sagt ein Forscher.

Krebsmedikamente aus Muscheln?

Eine solche Therapie könnte vor allem Kindern zugute kommen.

Zumba ist gefährlicher als Salsa

Das Verletzungsrisiko beim Salsa ist deutlich geringer, als man annehmen würde.

Die Geologie von Nierensteinen

Geologen und Ärzte haben gemeinsam die Natur von Nierensteinen erforscht.

Diese Frauen riechen für Männer besser

Ein bestimmter Hormon-Mix wirkt auf Männer besonders anziehend.

Schoko-Tablette statt bitterer Medizin?

Forscher haben speziell für Kinder eine Pille entwickelt, die nach Schokolade schmeckt.

Mehr Vertrauen ins Bauchgefühl

Forscher haben analysiert, warum Intuition oft Logik schlägt.

Verschleimt Milch die Atemwege?

Ein Experte klärt auf, was es mit dem weit verbreiteten Mythos auf sich hat.

Darmflora: Probiotika doch nicht nützlich?

Gängige Probiotika sind offenbar nicht immer für jeden nützlich und harmlos.

Unter Zeitdruck zeigt sich das wahre Ich

Bei schnellen Entscheidungen greift der Mensch auf bekannte Verhaltensmuster zurück.

Schwanger: Seitenlage dank Bauchgurt

Eine einfache Methode könnte werdenden Müttern helfen, nachts auf der Seite zu schlafen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen