Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Nicht jeder mag aufmunternde Worte

Aktuelles

Drei junge Frauen in farbenfrohen Dirndln auf einer Wiese: 2 stehen hinter einer schmollenden Dritten und versuchen, sie aufzumuntern

Mitgefühl und Bestätigung helfen schlecht gelaunten Menschen oft mehr als schlichte Aufmunterung.
© Jürgen Fälchle - Fotolia

Do. 26. Juni 2014

Nicht jeder mag aufmunternde Worte

Ist ein guter Freund am Boden zerstört, möchte man ihm gerne helfen. Doch fallen aufmunternde Worte nicht immer auf fruchtbaren Boden. Zu diesem Ergebnis kamen kanadische Forscher in einer aktuellen Studie und empfehlen für diesen Fall eine Umkehrstrategie.

Anzeige

Wenn der Hinweis auf den Silberstreif am Horizont mit einem mürrischen Verweis auf die aktuelle schwarze Wolke abgebügelt wird, dann könnte es besser sein, die schwarze Wolke zu bestätigen und Mitgefühl zu zeigen. Dies könnte Menschen mit geringem Selbstwertgefühl unter Umständen mehr helfen als aufmunternde Worte, folgern Professor Denise Marigold von der University of Waterloo und ihre Kollegen aus ihren Ergebnissen.

Menschen mit einem geringeren Selbstwertgefühl haben häufig ein sehr negatives Bild von sich selbst und fühlen sich durch ein kritisches Feedback, eine Zurückweisung von romantischen Gefühlen oder eine erfolglose Bewerbung in ihrer Minderwertigkeit bestätigt. "Diese Menschen möchten oft, dass ihnen nahestehende Personen sie so sehen, wie sie sich selbst sehen", sagt Marigold. Erklärungen, wie positiv ihre Freunde sie einschätzen, prallen ab, ermutigende und aufbauende Worte, die helfen sollen, eine Situation zu verbessern, werden zurückgewiesen.

Stattdessen bevorzugen Menschen mit geringem Selbstwertgefühl offenbar häufig eine negative Bestätigung, die ihnen vermittelt, dass ihre Gefühle und Reaktionen normal, vernünftig und der Situation angemessen seien, berichten die Forscher im Journal of Personlality and Social Psychology. Ihnen könnte es also eher helfen, wenn ein Freund zeigt, dass er die Misslichkeit einer Lage oder Schwierigkeit einer Situation versteht und zu verstehen gibt, dass es durchaus richtig und angemessen ist, negative Gefühle zu haben und auch zu äußern.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Obst und Gemüse als Medizin verschreiben?

Würden Krankenkassen gesunde Lebensmittel bezahlen, könnten sich viele Krankheiten verhindern lassen.

Finnland: Blutgruppe als Tattoo

Eine ungewöhnliche Kampagne will mehr junge Menschen zum Blutspenden motivieren.

Sorgt Schichtarbeit für Blasenprobleme?

Wer nachts arbeitet, leidet offenbar häufiger unter einer überaktiven Blase.

Ein Knie mit Arthrose "knackt" anders

Eine Schalldiagnose könnte Knorpelschäden im Gelenk früher erkennen.

Mittagsschlaf senkt den Blutdruck

Ein Nickerchen hat eine ähnliche Wirkungen wie das Reduzieren von Salz oder Alkohol.

Helfen Stehpulte gegen Übergewicht?

Forscher sind zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen.

Pilze erhalten die geistigen Fähigkeiten

Das ist offenbar auf einen Bestandteil zurückzuführen, der in vielen Pilzsorten steckt.

Mit Heuschnupfen am Steuer?

Eine Allergie kann die Fahrtüchtigkeit ebenso beeinflussen wie Alkohol.

Wie teuer nächtliche Toilettengänge sind

Wer nachts häufig zur Toilette muss, sorgt für wirtschaftliche Einbußen.

Frühstücken schützt das Herz

Eine energiereiche Mahlzeit am Morgen könnte uns vor Herzinfarkt und Schlaganfall bewahren.

Telefongespräche fördern das Stillen

Telefonate unter Müttern führen offenbar dazu, dass Babys eher gestillt werden.

Spermienqualität nimmt seit Jahren ab

Forscher führen das auf Chemikalien zurück, die im Alltag oft zu finden sind.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen