Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Insekten: wertvoll oder nur eklig?

Aktuelles

Grüne Heuschrecke auf Blatt

Beim Gedanken daran, Heuschrecken zu essen, schaudert es viele Menschen in westlichen Kulturen.
© paulojgon - Fotolia

Fr. 27. Juni 2014

Insekten: wertvoll und schmackhaft oder nur eklig?

Wie wär’s denn mal mit gegrillten Grillen, Grashopper-Hot-Dog oder vielleicht einer leckeren Mehlwurmsoße? Viele Menschen hierzulande schaudert es bei dem Gedanken, Insekten zu essen. Dabei sehen ihre Anhänger in den Krabbeltieren die Nahrung der Zukunft.

Anzeige

"Insekten brauchen weniger Futter, weniger Wasser, weniger Land und weniger Energie", sagte Dr. Aaron Dossey, der mit seiner Firma proteinreiches Insekten-Pulver vertreibt, auf einer Tagung des Institute of Food Technologists in New Orleans. Außerdem würden bei der Züchtung weniger Umweltschadstoffe wie Pestizide oder Treibhausgase freigesetzt, stellte er im Rahmen einer Podiumsdiskussion fest. Mehr noch: Insekten stellen eine eiweißreiche Nahrungsquelle dar, die darüber hinaus auch noch eine Reihe wichtiger Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, enthalte. Das allein spräche schon für einen Sinneswandel in puncto Essgewohnheiten.

Hinzu kommt aber auch die Vielfalt, mit die kleinen Krabbeltiere und ihre Larvenstadien unseren Speiseplan bereichern könnten – und in manchen Ländern der Erde bereits tun. "In den USA sind 85 Insektenarten als mögliche Nahrungsquelle dokumentiert", sagte Dr. Florence Dunkel, Entomologin an der Montana State University und Herausgeberin des Food Insects Newsletter. "Weltweit gibt es um die 1.900 Arten." Zu den beliebtesten gehören Heuschrecken und Grashüpfer, Grillen, Seidenraupenpuppen sowie Käfer- und Mottenlarven, zählt die Insektenforscherin auf. Diese werden in anderen Ländern, zum Beispiel Thailand, Mexiko oder Uganda, als nahrhaft und durchaus schmackhaft angesehen.

In westlichen Nationen müsse man nur den Ekel überwinden, die kulturelle Barriere. "Wir haben viel Zeit damit verbracht, Insekten aus unseren Lebensmitteln fernzuhalten", sagte Laurie Keeler von der University of Nebraska auf der Podiumsdiskussion, "jetzt wollen wir dazu ermutigen, Insekten als Nahrungsmittel anzusehen."

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen länger leben als Männer

Verantwortlich dafür sind offenbar die zwei X-Chromosomen.

Lauern Zecken im Weihnachtsbaum?

Bei milden Temperaturen sind die Blutsauger auch im Winter aktiv.

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen