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Hörsaal im Hintergrund mit Studierenden, Profil einer Studentin im Vordergrund die auf ihrem Smartphone tippt

Während einer Vorlesung surfen viele Studenten surfen lieber im Internet oder spielen lieber mit ihrem Smartphone als dass sie dem Dozenten folgen.
© das bilderwerk - Uwe Bellhäuser

Mo. 30. Juni 2014

Was Studenten während der Vorlesung wirklich machen

Dass Studenten nicht immer aufmerksam in der Vorlesung sitzen, ist sicherlich kein Geheimnis. Mit was sie sich dabei aber genau beschäftigen, haben Forscher von der Universität des Saarlandes in einer aktuellen Studie stichprobenartig untersucht. Und festgestellt: Meist sind es vorlesungsferne Aktivitäten.

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Zu diesen zählten die Bildungstechnologen um Vera Gehlen-Baum Tätigkeiten wie Surfen im Internet, Computerspiele spielen oder Freunde über soziale Netzwerke kontaktieren. "Vorlesungsnah sind dagegen zum Beispiel Tätigkeiten, bei denen Studenten auf ihrem Laptop mitschreiben oder die Folien der Präsentationen verfolgen", erklärt Gehlen-Baum. Das Ergebnis der Studie: Den ersten Platz belegte das Surfen im Internet gefolgt von Computerspielen und Sozialen Netzwerken. E-Mails schrieben nur wenige Studenten.

Gemeinsam mit Kollegen hatte Gehlen-Baum für ihre Arbeit Vorlesungen mit über 600 Studenten der Betriebswirtschaft, Erziehungswissenschaft und Informatik besucht und die Studenten dabei näher angesehen. "Studien haben gezeigt, dass diese drei Fächer den Durchschnitt der Studienlandschaft gut repräsentieren", begründet sie ihre Auswahl. Sie beobachtete 86 Personen mit 91 mobilen Geräten. "Informatiker setzen in der Regel auf Laptops, bei den BWL-Studenten haben wir alle Arten von Geräten gefunden, die Erziehungswissenschaft war die Gruppe mit den wenigsten Geräten", sagt Gehlen-Baum.

Wer nun aber glaubt, dass das beobachtete Verhalten nur eine Folge schlecht gehaltener Vorlesungen ist, der irrt. Zwar hielten die meisten Dozenten einen reinen Frontalunterricht, in dem sie den Studenten neue Informationen präsentieren. Doch selbst bei Dozenten, die auf eine Interaktion mit den Studenten, etwa in Form von Fragen, setzten, konnte Gehlen-Baum nicht feststellen, dass die Aufmerksamkeit der Studenten größer gewesen sei.

Saar-Uni/FH

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