Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Pilze lassen das Hirn träumen

Aktuelles

Junger Mann lächelnd im Schlaf

Menschen, die psychoaktive Drogen konsumieren, weisen eine ähnliche Gehirnaktivität auf wie Träumende.
© Phase4Photography - Fotolia

Mo. 07. Juli 2014

Psychoaktive Drogen: Pilze lassen das Hirn träumen

Drogen wie LSD oder psychoaktive Pilze, sogenannte Magic Mushrooms, verändern die Wahrnehmung der Wirklichkeit tiefgreifend. Britische Forscher beginnen nun zu verstehen, wie dieser Effekt zustande kommt. Die Pilzwirkstoffe versetzen das Gehirn in eine Art Traumzustand.

Anzeige

Die 15 Teilnehmer der kleinen Studie bekamen entweder ein Scheinmedikament oder Psilocybin, den Wirkstoff der halluzinogenen Pilze, gespritzt. Anschließend wurden sie einem Hirn-Scan unterzogen, schreiben die Studienautoren im Fachblatt Human Brain Mapping. Dabei fiel den Forschern auf, dass die Gehirnaktivität unter Drogeneinfluss der von Menschen ähnelt, die während des Schlafens träumen: Nach der Drogeneinnahme bestand eine engere Verbindung zwischen primitiveren Hirnbereichen und Regionen, die für Emotionen und das Gedächtnis zuständig sind. Im Gegensatz zu Träumern zeigten die Teilnehmer, die unter Drogen standen, unzusammenhängendere und unkoordiniertere Gehirnaktivitäten in den Hirnbereichen, die für das logische Denken und das Selbstbewusstsein zuständig sind, so die Forscher.

"Menschen, die Psilocybin einnehmen, sagen danach häufig, dass sie dadurch in eine Art Traumzustand geraten", erklärt Studienleiter Dr. Robin Carhart-Harris vom Imperial College London. "Wir haben nun erstmalig einen Beleg gefunden, dass die tatsächlichen Vorgänge im Gehirn diese Aussagen unterstützen." Diese Studie sei ein erster Schritt, die biologische Grundlage der oft berichteten "Bewusstseinserweiterung" von psychedelischen Drogen zu entschlüsseln, so Carhart-Harris.

JW/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen