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Frontalfoto (bis Taille): Mann, ca. Mitte 20, blaues Kurzarmshirt mit weißem Kragen, sprüht sich in Höhe Hals mit Eau de Toilette o.ä. ein

In manchen Parfüms kommt Sandelholzaroma vor. Hautzellen können dieses offenbar "riechen", denn sie besitzen einen entsprechenden Duftrezeptor.
© DragonImages - Fotolia

Mi. 09. Juli 2014

Die Haut kann Sandelholz "riechen"

Hautzellen können offenbar Sandelholzduft "riechen", denn sie besitzen eine auf diesen Duft zugeschnittene Bindungsstelle, einen sogenannten Rezeptor, auf der Oberfläche. Wenn diese Rezeptoren aktiviert sind, teilen sich die Hautzellen häufiger und Wunden heilen besser, fanden Forscher der Ruhr-Universität Bochum heraus.

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Die Forscher entdeckten mehrere Riechrezeptoren in der Haut. Sie untersuchten anhand von Hautzellkulturen einen davon genauer und fanden heraus, dass ein synthetischer Sandelholzduft ihn aktiviert. Das Sandelholzaroma kommt häufig in Räucherstäbchen und manchen Parfüms vor. Wird der Duftrezeptor aktiviert, setzt dies einen Ablauf in der Zelle in Gang. Dieser sorgt dafür, dass sich Hautzellen vermehrt teilen und schneller wandern – Prozesse, die typischerweise die Wundheilung verbessern, schreibt das Forscherteam im Fachblatt Journal of Investigative Dermatology.

Die Funktion der restlichen in der Haut gefundenen Duftrezeptoren wird in Zukunft genauer untersucht. "Die Ergebnisse zeigen, dass sie therapeutisches und kosmetisches Potenzial besitzen", sagt einer der Autoren, Professor Hanns Hatt. Vielleicht können also auf Basis der Erkenntnisse Medikamente, die die Wundheilung fördern, entwickelt werden. Hatt mahnt jedoch, mit den konzentrierten Duftstoffen vorsichtig umzugehen, solange noch unbekannt sei, welche Funktion die verschiedenen Duftrezeptoren in Hautzellen hätten. Neben den Riechrezeptoren in Nase und Haut konnten auch in anderen Geweben, wie Prostata, Darm, Niere und Spermien, Riechrezeptoren nachgewiesen werden.

JW

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