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Junge Frau in den 20ern mit braunen, schulterlangen Haaren, rote Kurzarmbluse, lachend, mit beiden Händen hinter sich eine große dänische Fahne (flatternd) haltend

Glückliche Dänen: Die Skandinavier haben die gute Stimmung im Blut.
© W. Heiber Fotostudio - Fotolia

Fr. 18. Juli 2014

DNA: Macht dänisches Erbgut glücklich?

Warum belegen Dänen, wenn es um die glücklichsten Nationen geht, immer einen Spitzenplatz? Liegt es am "hyggelig" (= gemütlichen) Heimatland, der frischen Seeluft oder ist ihnen das angeboren? Dieser Frage gingen britische Forscher der University of Warwick auf den Grund – mit überraschenden Ergebnissen.

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In drei ganz verschiedenen Ansätzen kamen die Forscher jeweils zu dem Schluss, dass die Antwort unter anderem im Erbgut liegen muss. Vor allem dänische Gene scheinen demnach glücklich zu machen, wie aus einer ersten Analyse hervorgeht, in der die Forscher Daten aus 131 Ländern unter die Lupe genommen und mit genetischen Daten in Beziehung gesetzt. Das Ergebnis: "Je größer die genetische Distanz zu Dänemark war, desto weniger zufrieden war die Bevölkerung eines Landes", sagt Dr. Eugenio Proto. Je ähnlicher das Erbgut dem dänischen war, umso glücklicher waren die Menschen.

In einem zweiten Ansatz schauten die Forscher bei 30 Nationen explizit auf ein Gen, dessen Länge mit dem Auftreten von Depressionen zusammenzuhängen scheint. Die kurze Form des Gens steht unter Verdacht, das Risiko für verschiedene psychische Probleme zu erhöhen. Obwohl dies noch kontrovers diskutiert werde, sei es faszinierend, dass die kurze Form dieses Gens ausgerechnet in Dänemark und den Niederlanden am seltensten zu finden war, so die Forscher.

Zuletzt betrachteten die Wissenschaftler, ob das Erbgut auch über Kontinente und Generationen hinweg eine Rolle für das Glücklichsein spielen könnte. "Hierfür haben wir Angaben zum Wohlfühlen von US-Amerikanern genutzt und diese mit der Herkunft ihrer Vorfahren verglichen", erläutert Professor Andrew Oswald. Und auch hier zeigte sich ein allerdings noch nicht erklärbarer Zusammenhang, diesmal zwischen dem heutigen Platz einer Nation auf der Glücklichkeits-Skala und der Zufriedenheit von US-Amerikanern, deren Vorfahren aus diesen Ländern stammten. Dies alles deute darauf hin, dass genetische Muster die unterschiedliche Zufriedenheit in verschiedenen Ländern erklären könnten, so die Forscher.

HH

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