Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses TV: Gewissensbisse statt Entspannung

Aktuelles

Junge Frau, schwarzer Bob, meerblaues Shirt, Fernbedienung iin der li. Hand schaut gelangweilt, gestresst TV. Hintergrund Stehlampe mit orangem Glasschirm, dunkelbraungraue Wand

Von wegen Fernsehen entspannt. Viele haben danach ein schlechtes Gewissen.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Fr. 01. August 2014

TV und Computerspiele: Gewissensbisse statt Entspannung

Nach einem langen Arbeitstag nutzen viele Menschen Unterhaltungsmedien wie Fernsehen oder Computerspiele, um abzuschalten. Doch statt der erhofften Entspannung beschert die Mediennutzung in der Freizeit insbesondere gestressten und erholungsbedürftigen Zeitgenossen eher Schuldgefühle, sagen Forscher aus Deutschland und den Niederlanden.

Anzeige

Gerade Personen, die sich nach der Arbeit besonders erschöpft fühlten, empfanden ihre Mediennutzung hinterher als problematisch. Sie hatten das Gefühl, dass sie in dieser Zeit wichtigere Aufgaben hätten erledigen können. In der Folge hatten diese Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit ein schlechtes Gewissen als Menschen, die durch die Arbeit weniger beansprucht waren. Diese Schuldgefühle verringerten die positiven Effekte der Mediennutzung: Da sie Fernsehen und Co. als Zeichen des eigenen Versagens interpretierten, blieb ihre Feierabend-Erholung auf der Strecke, schreiben die Forscher im Fachblatt Journal of Communication.

"Die Ergebnisse legen nahe, dass das Verhältnis von Mediennutzung und psychologischem Wohlbefinden komplex ist und das Medienunterhaltung im Alltag in Konflikt mit anderen, weniger angenehmen Aufgaben und Verpflichtungen geraten kann", sagt Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke, Erstautor der Studie aus Mainz. "In Zeiten von Smartphones und mobilem Internet scheint die ständige Verfügbarkeit von Kommunikations- und Medieninhalten häufig eher eine Bürde als eine Erholungsressource darzustellen." An der Befragung der Universitäten Mainz und Amsterdam hatten insgesamt 471 Menschen teilgenommen, die ihren vorangegangenen Tag rekapitulieren und berichten sollten, wie sie sich nach der Arbeit gefühlt und welche Medien sie genutzt hatten.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Obst und Gemüse als Medizin verschreiben?

Würden Krankenkassen gesunde Lebensmittel bezahlen, könnten sich viele Krankheiten verhindern lassen.

Finnland: Blutgruppe als Tattoo

Eine ungewöhnliche Kampagne will mehr junge Menschen zum Blutspenden motivieren.

Sorgt Schichtarbeit für Blasenprobleme?

Wer nachts arbeitet, leidet offenbar häufiger unter einer überaktiven Blase.

Ein Knie mit Arthrose "knackt" anders

Eine Schalldiagnose könnte Knorpelschäden im Gelenk früher erkennen.

Mittagsschlaf senkt den Blutdruck

Ein Nickerchen hat eine ähnliche Wirkungen wie das Reduzieren von Salz oder Alkohol.

Helfen Stehpulte gegen Übergewicht?

Forscher sind zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen.

Pilze erhalten die geistigen Fähigkeiten

Das ist offenbar auf einen Bestandteil zurückzuführen, der in vielen Pilzsorten steckt.

Mit Heuschnupfen am Steuer?

Eine Allergie kann die Fahrtüchtigkeit ebenso beeinflussen wie Alkohol.

Wie teuer nächtliche Toilettengänge sind

Wer nachts häufig zur Toilette muss, sorgt für wirtschaftliche Einbußen.

Frühstücken schützt das Herz

Eine energiereiche Mahlzeit am Morgen könnte uns vor Herzinfarkt und Schlaganfall bewahren.

Telefongespräche fördern das Stillen

Telefonate unter Müttern führen offenbar dazu, dass Babys eher gestillt werden.

Spermienqualität nimmt seit Jahren ab

Forscher führen das auf Chemikalien zurück, die im Alltag oft zu finden sind.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen