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Mann trainiert auf Fahrradergometer mit Tattoo-Sensor am Oberarm.

Der "Tattoo-Biosensor" am Oberarm misst Laktatwerte und erzeugt Strom während des Sports.
© Joseph Wang

Mi. 13. August 2014

"Tattoo-Biobatterie" erzeugt Strom beim Sport

Forscher der University of California San Diego, USA, haben eine Art "Biobatterie" entwickelt, die aussieht wie ein kleines Tattoo. Dieser Sensor ist für Sportler gedacht. Er misst bestimmte Blutwerte und kann quasi nebenbei Strom für ein kleines elektronisches Gerät erzeugen. Letzteres funktioniert offenbar besonders gut bei Menschen, die sportlich nicht sehr fit sind.

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Der Sensor kann sowohl die Trainingseinheiten im Sport überwachen als auch Energie aus Schweiß gewinnen. Er wird vor dem Sport auf den Oberarm geklebt und erkennt beziehungsweise reagiert auf Laktat im Schweiß. Damit ließe sich also direkt beim Jogging das Handy laden oder der MP3-Spieler betreiben. Beim Testen des Sensors zeigte sich, dass untrainierte Personen mehr Strom erzeugen konnten als Sportskanonen. Einfach deshalb, weil ihr Körper bei Anstrengungen mehr Laktat bildet. "Dieser Sensor ist der erste seiner Art, der über die Haut elektronische Impulse aufnehmen und in Energie umwandeln kann. Er eröffnet neue Möglichkeiten für zukünftige Anwendungen", erklärte Professor Joseph Wang, der das neu entwickelte Gerät auf dem National Meeting & Exposition of the American Chemical Society, der weltgrößten wissenschaftliche Messe, vorstellte.

Laktat entsteht bei starker körperlicher Beanspruchung, wenn der über die Atmung aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht, um den erhöhten Energiebedarf der Muskeln zu decken. Der Laktatwert ist für Leistungssportler sehr wichtig. Die Höhe der Laktat-Konzentration entscheidet z.B. darüber, ob mehr Fette oder Kohlenhydrate beim Training verbraucht werden. Bei einem zu hohen Laktatwert kann die Leistung nicht weiter gesteigert werden, und der Körper ermüdet. Derzeit lässt sich das Laktat nur mit Hilfe von Blutproben feststellen. Das Blutabnehmen ist allerdings lästig und sehr aufwendig, da mehrere Blutproben vor, während und nach dem Training gesammelt werden müssen. Mit dem neuen Sensor ließe sich das erheblich einfacher und bequemer erledigen.

JW

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