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Nahaufnahme, blonde junge Frau, betrachtet mit verschlafenem Blick und angeödeter Miene ein Salatblatt, das sie auf eine Gabel gespießt hat

Gesundes Essen bringt nicht jeden in Verzückung. Vielen fehlt dabei die "sündige" Komponente.
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Do. 14. August 2014

Kleine Essens-Sünden fördern gesunde Ernährung

Die kleinen oder großen Sünden in der Ernährung leistet sich fast jeder – wenn auch oft mit schlechtem Gewissen. Was viele erleichtern wird: US-Wissenschaftler plädieren dafür, die sündige Nahrungskomponente nicht komplett aus dem Speiseplan zu verbannen, denn sie erfüllt einen wichtigen Zweck.

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Durch verschiedene Experimente fanden Forscher der Vanderbilt University in Nashville heraus, dass Menschen einen sogenannten "Geschmacks-Gesundheits-Gleichgewichtspunkt" haben. Dieser bezeichnet ein optimales Verhältnis zwischen gesundem und ungesundem Essen, den sie als zufriedenstellend betrachten. Für die meisten reiche es, wenn zwischen einem Viertel und der Hälfte ihrer Portion auf dem Teller aus "sündigen" Nahrungsmitteln bestehe, erklärt die Studienautorin Professor Kelly L. Haws. Diese Erkenntnis könnte für viele Menschen hilfreich sein. Sie bräuchten nicht ständig ihr inneres Verlangen unterdrücken. Sie könnten ruhigen Gewissens gesund essen, ohne dabei auf leckere Ernährungssünden verzichten zu müssen.

Die Forscher glauben, dass es durch den kleinen Anteil ungesunder Komponenten einfacher wird, gesunde Ernährung schmackhafter und populärer zu gestalten. Das Zusammenspiel zwischen Versuchung und Vernunft könnte auch für die Lebensmittelindustrie von Vorteil sein. "Vorausgesetzt, die Kunden finden Geschmack daran, wäre es eine Überlegung wert, diese Essenskombination in die Produktpalette aufzunehmen", so Haws. Für Restaurants biete es die Möglichkeit, etwas gänzliches Neues zu präsentieren. Kunden müssten nicht mehr nur zwischen rein "ungesundem", sündigem oder "gesundem", aber eher unbefriedigendem Essen wählen.

JW

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