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Büroszene: zwei Männer in Anzügen stehen sich am Schreibtisch mit aufgestützten Händen in Kampfhaltung gegenüber, als wollten sie sich mit imaginären Hörnern an der Stirn bekämpfen

Eitel Sonnenschein als Patentrezept? Von wegen! Dem eigenen Unmut durch konstruktive Kritik Luft zu machen, kann durchaus von Vorteil sein.
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Di. 26. August 2014

Auch schlechte Gefühle haben eine gute Seite

Harmonie im Beruf und zwischen Kollegen ist etwas Schönes, da dürfte ein breiter Konsens herrschen. Britische Forscher zeigen jetzt jedoch auf, dass auch Ärger seine Vorteile haben kann und eitel Sonnenschein nicht immer guttut.

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In einer Spezialausgabe der Zeitschrift Human Relations, die sich der Rolle von Gefühlen am Arbeitsplatz widmet, beleuchten die Wissenschaftler die Vor- und Nachteile positiver und negativer Emotionen. Dabei zeigt sich, dass gut nicht immer gut ist und schlecht nicht immer schlecht. Je nach Situation kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Dr. Dirk Lindebaum von der Universität Liverpool und sein Co-Autor Professor Peter Jordan machen dies am Beispiel von Ärger deutlich. Ärger stehe längst nicht immer mit einer negativen Entwicklung in Zusammenhang, schreiben die Wissenschaftler. So könne Ärger in etwas Gutes umgemünzt werden, wenn er dazu motiviere, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Beispielsweise dann, wenn ein Angestellter seinem Ärger darüber, dass ein Kollege vom Chef unfair behandelt wird, mit konstruktiven Worten Luft macht.

Sogar eine negative Grundeinstellung kann einer in der genannten Zeitschrift veröffentlichten Studie zufolge etwas Gutes haben. Durch eine solche herrsche in Team-Situationen weniger Konsens, was Diskussionen beflügeln und die Effektivität eines Teams verbessern könne. Anders herum könne die Eigenschaft, am Arbeitsplatz immer alles nur positiv zu sehen, statt das Wohlbefinden und die Produktivität zu verbessern, zu Selbstgefälligkeit und Oberflächlichkeit führen, heißt es.

HH

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