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Jüngere Frau, Kopf stark angeschnitten, blonder Pferdeschwanz, Rückenansicht, etwas ins Profil gedreht, beim Öffnen eines türkisenen BHs

Beeinträchtigt das Tragen von BHs die Abfuhr von Abfallprodukten über die Lymphbahnen und begünstigt so die Entstehung von Tumoren? Unsinn, sagen Forscher jetzt.
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Fr. 05. September 2014

Erhöhen BHs das Risiko für Brustkrebs?

Viele Frauen treibt die Sorge um, dass die Verwendung eines Büstenhalters das Brustkrebsrisiko erhöhen könnte. Ob diese Sorge begründet ist, überprüften jetzt Forscher aus den USA.

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Den Wissenschaftlern zufolge deutet alles darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen dem Tragen von BHs und einem erhöhten Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren besteht. Sie hatten dies für die zwei häufigsten Brustkrebsformen untersucht: das invasive duktale Karzinom und das invasive lobuläre Karzinom. Die rund 1.500 Studienteilnehmerinnen mussten hierzu eine Reihe von Fragen beantworten, beispielsweise ab welchem Alter sie anfingen, einen BH zu tragen, ob sie Bügel-BHs verwendeten, welche Körbchengröße sie hatten oder wie viele Tage in der Woche und Stunden pro Tag sie einen BH trugen. Das Ergebnis: Nichts, was mit dem Tragen eines BHs zu tun hatte, erhöhte das Brustkrebsrisiko, schreiben die Forscher im Fachblatt Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Sie hatten nichts anderes erwartet. Dass sie sich der Frage trotzdem widmeten, habe damit zu tun, dass extrem viele Frauen BHs tragen und die Sorge bezüglich des Brustkrebsrisikos durchaus vorhanden sei. "Es hat die Überlegung gegeben, dass einer der Gründe, warum Brustkrebs in den Industrienationen häufiger auftritt als in Entwicklungsländern, in der unterschiedlichen Nutzung von BHs liegen könnte", sagt Studienautor Lu Chen von der Universität Washington. In einigen Medien sei zudem vermutet worden, dass das Tragen von BHs die Abfuhr von Abfallprodukten über die Lymphbahnen beeinträchtigt und dies die Entstehung von Tumoren begünstigen kann. Aus biologischer Sicht sei dies nicht zu belegen, so Chen.

HH

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