Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Bienen liefern Antibiotika-Alternative

Aktuelles

Bienen auf Wabe

Honigbienen könnten der Schlüssel zu einer neuen Art Antibiotika sein.
© Silvy78 - Fotolia

Mi. 10. September 2014

Bienen liefern Antibiotika-Alternative

Honigbienen könnten der Schlüssel zu einer neuen Art Antibiotika sein. Schwedische Forscher haben aus frischem Honig aus dem sogenannten Honigmagen der Insekten "gute" Milchsäurebakterien gewonnen, mit deren Hilfe sich "böse" Bakterien bezwingen lassen.

Anzeige

Die Wissenschaftler von der Universität Lund testeten die Milchsäurebakterien an verschiedenen Krankheitskeimen, die unter anderem schwere Wundinfektionen verursachen. Im Labor wirkten die Bienen-Bakterien gegen alle diese Keime, sogar gegen den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Vancomycin-resistente Enterokokken.

Während die Wirksamkeit auf menschliche Krankheitserreger bislang nur im Labor getestet wurde, zeigte sich das keimtötende Potenzial der Bienen-Bakterien bei Pferden bereits unter Alltagsbedingungen. Den Forschern gelang es, hartnäckige Wunden von zehn Pferden, bei denen schon verschiedene andere Therapiemethoden versagt hatten, erfolgreich zu behandeln. Dafür hatten sie Honig verwendet, dem die speziellen Milchsäurebakterien beigemischt waren.

Das Geheimnis der Wirksamkeit liege vermutlich in dem breiten Spektrum aktiver Substanzen, das von den Milchsäurebakterien produziert werde, glauben die Forscher. "Bei herkömmlichen Antibiotika handelt es sich meist nur um eine aktive Substanz, die wiederum nur bei bestimmten Bakterien wirkt", sagt Studienautor Tobias Olafsson. Die Milchsäurebakterien aus dem Honigmagen der Bienen produzierten dagegen, abhängig von der Art der Bedrohung, die passenden keimtötenden Stoffe, erläutert der Wissenschaftler. Offenbar habe dies Bienen und ihren Honig schon seit Millionen von Jahren effektiv vor schädlichen Krankheitserregern schützen können. Honig, wie man ihn in Supermärkten kaufen kann, enthalte allerdings keine lebenden Milchsäurebakterien, schränkt Olaffson ein.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Künstlicher Leberfleck warnt vor Krebs

Ein neues Implantat ist dazu in der Lage, die 4 häufigsten Krebsarten sehr früh zu erkennen.

Wer als Teenie kocht, isst später gesünder

Es zahlt sich aus, schon in jungen Jahren kochen zu lernen.

Bluthochdruck: Musik unterstützt Therapie

Musik zu hören, intensiviert die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Studie zeigt: Lächeln wirkt cool

Keine Emotionen zu zeigen, wirkt dagegen eher unfreundlich und kühl.

Männer sind genauso eitel wie Frauen

Eine Umfrage zeigt: Jeder Zweite würde ohne Styling nie das Haus verlassen.

Frühaufsteher leben länger als Nachteulen

Ständig gegen die eigene innere Uhr zu leben, macht offenbar krank.

Live-Musik gleicht Hirnwellen an

Hört eine Gruppe von Menschen Live-Musik, synchronisieren sich ihre Hirnwellen.

Augenbrauen helfen, Gefühle zu deuten

Das könnte für das Überleben der Menschheit eine wichtige Rolle gespielt haben.

Schlaganfall durch gebrochenes Herz?

Das Broken-Heart-Syndrom erhöht das Risiko für einen Schlaganfall.

Wer sich bewegt, ist glücklicher

Wie viel Sport pro Woche nötig ist, damit das Glückslevel ansteigt, zeigt eine neue Studie.

Seitensprung: Oft ist es der beste Freund

Forscher haben untersucht, mit wem untreue Partner am häufigsten fremdgehen.

Magenverkleinerung sorgt für Liebesglück

Nach einer Magen-OP verändert sich offenbar häufig der Beziehungsstatus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen