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Hai von links hinten nach rechts vorne ins Bild schwimmend

Forscher haben sich im Kampf gegen Bakterien von Haien inspirieren lassen.
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Mi. 17. September 2014

Mit "Haifischhaut" gegen Bakterien

Nicht glatt und glitschig sondern unerwartet rau fühlt sich die Haut von Haien an. US-amerikanische Forscher ließen sich jetzt von ihr zu einer neuen Art von Oberfläche inspirieren, die im Kampf gegen gefährliche Krankenhauskeime helfen soll.

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Schon häufiger weckte die spezielle Struktur der Haifischhaut das Interesse von Tüftlern. Die Oberfläche ist mit vielen, kleinen Zähnchen besetzt und mit feinen Rillen überzogen. Diese spezielle Struktur verringert den Strömungswiderstand, ein interessanter Aspekt für die Konstruktion von Flugzeugen, Booten, Autos oder Schwimmbekleidung. Daneben verhindert die Struktur die Besiedlung mit Meeresorganismen, wie Algen oder Seepocken. Dass letzteres auch für Bakterien zu gelten scheint, zeigte sich in der Studie, die die Entwickler dieser speziellen Oberfläche im Fachjournal Antimicrobial Resistance and Infection Control veröffentlichten.

Den Forschern zufolge ließe sich die Verbreitung bakterieller Infektionen in Krankenhäusern verringern, wenn Oberflächen mit mikroskopisch kleinen Unebenheiten, ähnlich wie sie bei Haifischhaut zu finden sind, bedeckt wären. Die Wissenschaftler hatten hierfür getestet, wie gut Bakterien verschiedene Materialien zum Beispiel nach Niesen oder Berühren besiedeln können. Im Versuch bewährte sich die künstliche Haihaut-Oberfläche und schnitt sogar besser ab als eine herkömmliche antibakterielle Oberfläche – die Beschichtung mit einer Kupferlegierung, die Bakterien abtötet. Auf der den Haien abgeschauten Oberfläche siedelten sich 94 Prozent weniger der gefährlichen Krankenhauskeime an als auf glatten Oberflächen. Bei der antibakteriellen Kupferlegierung waren es "nur" 80 Prozent weniger Keime, berichten die Forscher.

HH

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