Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Forscher tüfteln an Impfung per Creme

Aktuelles

Frau ca. Mitte 40, blond, lächelnd, beim Eincremen der rechten mit der linken Hand. Weißes Top, darüber beige, offene Strickjacke

Hautcreme auftragen und geimpft sein: Das ist zwar noch Zukunftsmusik, doch deutsche Forscher arbeiten daran.
© Robert Kneschke - Fotolia

Fr. 26. September 2014

Forscher tüfteln an Impfung per Hautcreme

Steht eine Impfung an, fürchtet manch einer die Begegnung mit der Spritze. Piksfrei wäre so schön. Einer Impfung ohne Nadel sind deutsche Forscher jetzt einen großen Schritt näher gekommen.

Anzeige

Die Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig konnten zeigen, dass es mit Hilfe von Nanopartikeln als Verpackung tatsächlich möglich ist, Impfstoffe über die Haut zu verabreichen. Mit diesen winzigen Teilchen als Transporter können die Impfstoffe über die Verankerung der Haare in der Haut, die sogenannten Haarfollikel, in den Körper gelangen und dort zu einer Immunreaktion führen. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nanomedicine. Die Haut werde dabei nicht verletzt.

Zwar ist die Impfstoffmenge, die auf diesem Weg in den Körper gelangen kann, noch zu gering, um eine Immunantwort auszulösen. Die Forscher lösen dieses Problem allerdings, indem sie den Impfstoff mit bestimmten Zusatzstoffen anreichern, die als Verstärker wirken. So werde eine entsprechende Reaktion im Körper ausgelöst, obwohl die Menge an Antigenen eigentlich nicht ausreichend dafür sei, sagt Professor Carlos Alberto Guzman vom HZI.

"Im Idealfall könnte zukünftig eine Hautcreme aufgetragen werden, und man wäre geimpft", so Professor Claus-Michael Lehr vom HIPS. Dies könnte die mit der Herstellung und Anwendung verbundene Logistik, die mit der herkömmlichen Impfung per Injektion verbunden ist, deutlich vereinfachen. "Es ist sehr aufwendig und teuer, solche Impfstoffe zu produzieren und für die Anwendung braucht es geschultes Personal", sagt Lehr. "Gerade in Entwicklungsländern ist das ein Problem".

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sex: Die Reue nach dem One-Night-Stand

Nicht jeder ist im Nachhinein zufrieden, dem schnellen Abenteuer zugestimmt zu haben.

Lernen: Lesen ist Silber, Reden Gold

US-Psychologen haben herausgefunden, wie man Gelerntes besser im Kopf behält.

Entengrütze: Kleine Pflanze mit Nährwert

In der asiatischen Küche wird die Pflanze seit Jahrtausenden eingesetzt.

Länger leben dank Chili-Schärfe

Eine große US-Studie zeigt positive Gesundheitseffekte von Chili-Schoten.

Junge oder Mädchen? Blutdruck gibt Hinweis

Nicht nur ein Ultraschall gibt Aufschluss über das Geschlecht eines Babys.

Musizieren verbessert die Reaktion

Diese neue Erkenntnis könnte vor allem für ältere Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Wetter ist nicht schuld an Schmerzen

Eine neue Studie widerlegt einen weit verbreiteten Mythos.

Vitamin-B12-Mangel wegputzen?

Eine spezielle Zahnpasta wirkt Nährstoffmangel bei Veganern entgegen.

Mineralwasser: Glas beeinflusst Geschmack

Ähnlich wie bei Wein bestimmt das Glas auch bei Wasser über das Aroma.

Krafttraining beugt Demenz vor

Von Muskelaufbau profitiert auch das Gehirn, wie eine neue Studie zeigt.

Pinguin-Gang bei Glatteis

Mit diesen Tipps kommen Sie auch bei Glatteis sicher zum Ziel.

Spinnenseide als Hightech-Verband

Englische Forscher bestücken künstliche Spinnenseide mit Wirkstoffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen