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Gelangweiltes Paar auf grauem Sofa.

Etwas zusammen zu erleben, macht es nicht unbedingt besser.
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Do. 09. Oktober 2014

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid

Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude, heißt es gemeinhin. US-Psychologen haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass zumindest eine dieser beiden Aussagen so nicht stimmt.

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Studienteilnehmerinnen bewerteten Schokolade, die sie zeitgleich mit einer anderen Person gegessen hatten, als geschmackvoller und leckerer als Schokolade, die sie allein genossen hatten. Obwohl beide Schokoladenstücke von ein und derselben Tafel stammten. Dies deute darauf hin, dass allein die Tatsache, eine Erfahrung zu teilen, beeinflusse, wie wir etwas wahrnehmen. Das schreibt die Forschergruppe um die Psychologin Erica Boothby von der Yale Universität in New Haven in der Fachzeitschrift Psychological Science. Leider fanden die Psychologen ebenfalls heraus, dass es sich beim geteilten Leid, zumindest wenn es sich um Erfahrungen wie Schokolade-Essen handelt, nicht wie im Sprichwort verhält. Bissen die Testpersonen gemeinsam in extrem bitteren Schokoladen-Ersatz, verstärkte sich der schlechte Geschmack noch. Erschwerend kam hinzu, dass die Testpersonen nach eigener Aussage das Geschmacks-Experiment in Gemeinschaft noch intensiver erlebt hatten.

Daraus schließen die Forscher, dass das Teilen einer Erfahrung, selbst mit einem Fremden und ohne sich dabei zu unterhalten, die Aufmerksamkeit für das, was wir fühlen oder wahrnehmen, offenbar schärft. Dies scheine für positive wie negative Erfahrung gleichermaßen zu gelten. Bei dem Schoko-Test mit 23 Studentinnen saßen jeweils zwei Teilnehmerinnen, eine davon eine Wissenschaftlerin inkognito, gemeinsam an einen Tisch. Dabei aßen sie entweder Schokolade oder schauten sich eine Broschüre mit Gemälden an. Einmal aß die Testperson ein Stück Schokolade, während die fremde Person ebenfalls eines aß, und einmal ein Stück, während die zweite Person die Broschüre betrachtete.

HH

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