Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Wie wir gehen, so fühlen wir uns auch

Aktuelles

Paar, ca. Mitte 30, einander zulächelnd, in herbstlicher Kleidung, mit Hund (Retriever) beim Spaziergang im herbstlichen Laubwald

Die Art, wie wir gehen, kann beeinflussen, wie wir uns fühlen.
© Monkey Business - Fotolia

Di. 21. Oktober 2014

Gehstil beeinflusst Gemütslage

Was viele längst ahnten, haben Forscher jetzt wissenschaftlich untermauert: Nicht nur wirkt sich unsere Gemütslage auf unseren Gehstil aus. Auch andersherum wird ein Schuh daraus und die Art, wie wir gehen, kann beeinflussen, wie wir uns fühlen.

Anzeige

"Hübsch", "erschrocken" oder "ängstlich" – solche und ähnliche, positive und negative Wörter bekamen Teilnehmer der Studie von Professor Nikolaus Troje von der kanadischen Queen's University zu lesen. Anschließend schickten der Forscher und seine Kollegen die Teilnehmer auf ein Laufband, wo ihr Gang und ihre Haltung analysiert wurden. Hängende Schultern und wenig Armbewegung stehen für einen deprimierten Gehstil, während ein aufrechter Gang mit federndem Schritt einem fröhlichen Gehstil entspricht.

Im Anschluss sollten die Teilnehmer sich an die positiven und negativen Wörter erinnern und so viele aufschreiben wie möglich. Dabei zeigte sich, dass jene, die einen deprimierten Gehstil an den Tag gelegt hatten, sich an wesentlich mehr negative Wörter erinnern konnten. Das lege nahe, dass ein "bedrückter Gang" für einen negativen Gemütszustand sorge, so die Forscher.

Doch kann man die Erinnerung an mehr negative Wörter mit einem negativen Stimmung gleichsetzen? Troje erklärt diese Schlussfolgerung mit dem dem Wissen über die Zusammenhänge zwischen Stimmung und Gedächtnis. Depressive Menschen seien bekannt dafür, dass sie sich an negative Ereignisse, insbesondere solche, die sie selbst betreffen, besser erinnern können als an positive Erlebnisse. Und die Erinnerung an die negativen Ereignisse selbst verschlechtere wiederum die aktuelle Stimmung. "Diesen sich selbst erhaltenden Kreislauf der schlechten Laune zu durchbrechen, könnte ein wirksames Mittel zur Behandlung von depressiven Menschen sein", so Troje.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Männer fluchen im Schlaf häufiger

Forscher haben untersucht, worüber Menschen im Schlaf am häufigsten sprechen.

Gallensäure lässt Fettdepots schmelzen

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Übergewicht gefunden.

Mit Zauberpilzen gegen Depressionen

Ein kleine Studie deutet eine Wirkung an, die Patienten nützen könnte.

Leidenschaft als Strategie in der Liebe

Warum US-Amerikaner ihrem Partner gegenüber leidenschaftlicher sind als Ostasiaten.

Hausarbeit beeinflusst die Gesundheit

Ältere Männer arbeiten deutlich weniger im Haushalt als Frauen - mit Folgen für die Gesundheit.

Geschäftsreisen belasten die Psyche

Wer häufig beruflich verreist, hat ein höheres Risiko für Depressionen und Angststörungen.

Mit Wirkstoff-Pflaster zum Wunschgewicht?

Ein spezielles Pflaster mit Mikronadeln könnte die Fettverbrennung ankurbeln.

Warum Frauen schneller frieren

Dass Frauen bei kalten Temperaturen eher frösteln als Männer, ist kein Vorurteil.

Gestresst? Wie das Shirt des Partners hilft

Der Geruch des Shirts eines geliebten Menschen reduziert offenbar Stress und Anspannung.

Lieber Schoko oder doch den Apfel?

Warum der Mensch sich so gern für das falsche Lebensmittel entscheidet.

Jünger aussehen dank Gesichtstraining

Ganz ohne OP: 32 verschiedene Übungen machen das Gesicht deutlich jugendlicher.

Blaubeeren verbessern Strahlentherapie

Extrakte aus der Frucht zeigten Erfolge bei Krebszellen vom Gebärmutterhals.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen