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Römischer Legionär

In der Römerzeit war es um die Mundgesundheit noch deutlich besser bestellt als heutzutage.
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Fr. 24. Oktober 2014

Parodontitis heute häufiger als im römischen Reich

Obwohl Zahnbürsten vor 1800 Jahren unbekannt waren, litt die Bevölkerung Britanniens seltener an Parodontose als ihre heutigen Nachfahren. Britische Wissenschaftler führen das unter anderem auf krankmachende moderne Verhaltensweisen wie das Rauchen zurück.

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Von 303 Schädeln, die Archäologen auf einem britisch-römischen Friedhof im südenglischen Poundbury ausgegraben hatten, wiesen 5 Prozent Anzeichen von Parodontose auf. Heutzutage leiden etwa 15 bis 30 Prozent der britischen Bevölkerung unter dieser entzündlichen Erkrankung des Zahnfleischs, schreiben die Forscher im Fachblatt British Dental Journal. "Parodontitis gab es schon bei den alten Ägyptern, Babyloniern und Chinesen", sagte Studienautor Professor Francis Hughes vom Zahnmedizinischen Institut des King's College in London. "Wir waren überrascht, dass diese Erkrankung bei den Vorfahren so viel seltener vorkam als heute, obwohl die britisch-römische Bevölkerung weder Zahnbürsten hatte noch Zahnärzte aufsuchte, wie wir das heute tun."

Die Archäologin und Mitautorin Theya Molleson ergänzt: "Die Studie zeigt, dass sich die Mundgesundheit seit der Römerzeit dramatisch verschlechtert hat." Als Hauptursachen vermuten die Wissenschaftler das Rauchen und Diabetes-Erkrankungen, die damals so gut wie gar nicht auftraten. "Wenn man davon ausgeht, dass neuerdings wieder weniger Menschen rauchen, sollte auch Paradontitis in Zukunft seltener auftreten", hofft Molleson.

RF

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