Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Warum Jamaikaner so schnell sprinten

Aktuelles

Schwarzer (Jamaikaner) und weißer Sprinter

Was macht Jamaikaner so schnell? Es könnte an den perfekten Knien liegen.
© william87 - Fotolia

Mi. 19. November 2014

Jamaika Sprinter: Superschnell dank perfekter Knieform?

Usain Bolt, Shelly-Ann Fraser-Pryce und Nesta Carter haben zwei Dinge gemeinsam: Sie zählen zu den schnellsten Läufern der Welt und sie kommen aus Jamaika. Immer wieder bringt die kleine Karibikinsel herausragende Sprinter hervor. Warum das so ist, könnte ein Blick auf die Knie erklären.

Anzeige

Das Geheimnis könnte, zumindest zum Teil, in der Symmetrie der Knie liegen, wie ein internationales Forscherteam um den Evolutionsbiologen Robert Trivers von der Rutgers Universität in New Jersey, USA, berichtet. Knie von Elite-Sprintern seien viel symmetrischer als die Knie von Nicht-Sprintern, schreiben die Wissenschaftler online im Fachmagazin PLOS ONE. Sie fanden heraus, dass Sprinter mit den symmetrischsten Knien auch die besten Zeiten liefen. Dies galt insbesondere für die 100-Meter-Distanz. Unter den 74 untersuchten Elite-Sprintern hatten die 30, die auf 100-Meter-Läufe ohne Kurven spezialisiert sind, die symmetrischsten Knie.

Trivers zufolge ist dies einleuchtend. "Beobachtet man einen 100-Meter-Läufer, so sieht man, dass sich die Knie kontinuierlich auf und ab bewegen und dem Sprinter so den nötigen Antrieb nach vorne geben", erläutert der Professor für Anthropologie und Biologie. "Symmetrie ist hierfür hocheffizient." Noch lasse sich allerdings nicht abschließend sagen, ob die untersuchten Sprinter zur Weltspitze zählen, weil ihre Knie besonders symmetrisch sind, oder ob die Knie vielleicht wegen des großen Trainingsaufwands symmetrischer seien, so Trivers. Aus einer früheren Studie gehe allerdings hervor, dass sich anhand der Knie-Symmetrie von Achtjährigen vorhersagen lässt, wie schnell sie 14 Jahre später rennen können.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Wie Bananen bei der Wundheilung helfen

In vielen Entwicklungsländern werden Bananenschalen als Pflaster genutzt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen