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Etwas fülliger Mann in den 40ern, graues T-Shirt, Brustbild, leichte Unschärfe, hält im Hintergrund stehend ein braunes Nasenspray-Fläschchen in die Kamera

Könnte womöglich eine Option in der Alzheimer-Behandlung werden: Nasenspray mit Insulin.
© sharryfoto - Fotolia

Fr. 09. Januar 2015

Insulin-Nasenspray gegen Alzheimer?

Die Entdeckung von Insulin gilt als medizinischer Meilenstein. Der Arzneistoff ist seither fester Bestandteil der Diabetes-Therapie. Nun könnte ihm eine zweite Karriere bevorstehen: als Alzheimer-Medikament. In einer kleinen Studie verbesserte ein Insulin-Nasenspray bei Testpersonen das Gedächtnis.

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Schon länger wird in Forscherkreisen diskutiert, dass die Alzheimer-Krankheit mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel und einem Insulinmangel bzw. einer -resistenz im Gehirn zusammenhängt und Insulin daher eine Therapieoption darstellen könnte. Frühere Studien hatten bereits die Wirksamkeit von durch die Nase verabreichtem Insulin belegt. Wissenschaftler vom Wake Forest Baptist Medical Center in den USA berichten nun im Journal of Alzheimer's Disease, dass auch von die Gabe eines bestimmten Insulins, das länger wirkt als reguläres Insulin, hilft. Dabei profitierten sowohl Menschen mit einer milden kognitiven Beeinträchtigung als auch solche mit einer leichten bis mittleren Alzheimer-Demenz.

Studienteilnehmer, die eine hohe Insulin-Dosis erhielten, erzielten in einem Gedächtnistest bessere Ergebnisse als Teilnehmer, die nur eine geringe Dosis oder ein Scheinmedikament bekommen hatten. Ihre Fähigkeit, Bild- und Sprach-Informationen zu behalten und zu verarbeiten, verbesserte sich durch das Insulin-Nasenspray deutlich. Laut Hauptautorin der Studie und Professorin für Altersforschung und -medizin, Dr. Suzanne Craft, ist dabei besonders bemerkenswert, dass selbst Träger des Alzheimer-Risikogens ApoE4 besser abschnitten, wenn sie die hohe Insulin-Dosis bekamen.

Die 60 Studienteilnehmer waren in drei Gruppen eingeteilt worden: Die erste Gruppe bekam über 21 Tage hinweg ein Scheinmedikament, die zweite 20 Einheiten des synthetischen Insulins detemir und die dritte 40 Einheiten des Medikaments. Die Forscher beobachteten nur geringfügige Nebenwirkungen. Craft zufolge seien nun "weitere Forschungen nötig, um die Sicherheit und Wirksamkeit dieser vielversprechenden Behandlungsoption weiter zu untersuchen".

FH

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