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Paar auf Wiese, händchenhaltend, Rückansicht, Gewitterwolken im Vordergrund, zum Horizont hin sehr hell

Wenn die Sonnenstrahlung zur Zeit der Geburt sehr aktiv war, wirkt sich das auf Lebenszeit und Nachkommen aus.
© fotomaximum - Fotolia

Mi. 14. Januar 2015

Mehr Sonnenlicht, weniger Kinder und Enkel?

Zu viel Sonnenstrahlung könnte einen nachhaltigen Effekt auf die Nachkommen haben. Zu diesem Schluss kommen norwegische Forscher nach einem intensiven Blick in Kirchenregister aus den Jahren 1750 bis 1900. Sie glauben, dass die historischen Erkenntnisse auch für heute relevant sein könnten.

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Die Wissenschaftler um Gine Roll Skjærvø von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim hatten Geburten und Sterbefälle von Kindern mit Informationen zu Sonnenflecken verglichen, die einen Rückschluss auf die Sonnenaktivität zu einer bestimmten Zeit und damit auf die UV-Strahlung erlauben. Das Ergebnis: Kinder, die in Zeiten hoher Sonnenaktivität geboren wurden, starben eher jung als Kinder, die in einer ruhigeren Sonnenphase geboren wurden. Im Durchschnitt lebten Kinder, deren Geburt in eine Phase niedriger Sonnenaktivität fiel 5,2 Jahre länger, berichten die Forscher im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B: Biological Science. Kinder, die in sonnenreichen Zeiten das Licht der Welt erblickten und länger lebten, hatten später selbst oft weniger Kinder, die ihrerseits weniger Kinder bekamen. Die Forscher vermuten daher, dass eine höhere UV-Strahlung in Zeiten hoher Sonnenaktivität auch einen Einfluss auf spätere Generationen haben könnte.

Natürlich spiegeln die Studienergebnisse zum einen ein historisches Bild aus einer Zeit wider, in der die Ernährung noch eine andere war und insbesondere Menschen der unteren Einkommensschichten oft im Freien arbeiteten. Zum anderen zeigen sie lediglich einen Zusammenhang, der noch keinen Rückschluss auf Ursache und Wirkung zulässt. Doch könnten die Ergebnisse durchaus auch Aspekte haben, die für heute gelten, glauben die Wissenschaftler. So wirke sich UV-Strahlung zwar einerseits positiv auf den Vitamin-D-Spiegel aus, für den Folsäurespiegel gelte jedoch das Gegenteil. Dieser könne durch Sonnenlicht sinken, so die Forscher, und zu wenig Folsäure während der Schwangerschaft erhöhe die Kindersterblichkeit. "Wer schwanger ist und viele Enkelkinder haben will, verzichtet vielleicht besser aufs Sonnenbaden", resümiert Skjærvø.

HH

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