Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Frieren kann ansteckend sein

Aktuelles

Nahaufnahme Kopf Frau und Mann, Frau mit Kapuze (türkis) hochgezogene Schultern, Mann mit graumelierter Wollmütze, bläst sich in die behandschuhten Hände, beide frierend

Wenn wir sehen, wie andere frieren, breitet sich auch in unserem Körper Kälte aus.
© K.-P. Adler - Fotolia

Do. 15. Januar 2015

Frieren kann ansteckend sein

Gähnen kann ansteckend sein. Lachen auch. Aber Frieren? Ja, auch Frieren kann ansteckend sein, wie eine britische Studie jetzt nahelegt. Das erstaunliche Ergebnis: Wenn wir sehen, wie andere frieren, breitet sich auch in unserem Körper Kälte aus.

Anzeige

Sahen sich Testpersonen in den Experimenten der Wissenschaftler ein Video an, bei dem eine Person ihre Hand in eiskaltes Wasser steckte, sank die Handtemperatur der Zuschauer ebenfalls ab. Dass Wärme keinen solchen Einfluss hatte, erklären sich die Forscher damit, dass die Filme, bei denen die Schauspieler ihre Hände in warmes Wasser steckten, vielleicht weniger aussagekräftig waren. "Die einzigen Hinweise darauf, dass das Wasser warm war, war ein wenig Dampf zu Beginn der Aufzeichnung und eine rosa Färbung der Hand des Schauspielers", sagt der Neuropsychiater Dr. Neil Harrison von der University of Sussex in Großbritannien, der die Studie leitete. Dagegen seien beim kalten Wasser während des gesamten Zeitraums deutlich im Wasser schwimmende Eisblöcke sichtbar gewesen. Allerdings gebe es durchaus auch Hinweise darauf, dass Menschen sensibler darauf reagierten, wenn anderen kalt sei, so Harrison.

Unbewusste physiologische Veränderungen könnten Menschen dabei helfen, sich besser in andere hineinzufühlen, vermutet der Neuropsychiater. "Der Mensch ist ein zutiefst soziales Wesen und ein großer Teil des menschlichen Erfolgs kommt von der Fähigkeit, in komplexen Gesellschaften zusammenzuarbeiten", sagt Harrison. Dies wäre nicht möglich, wenn Menschen nicht fähig wären, sich schnell in andere hineinzuversetzen und Gedanken, Gefühle und Motivationen von anderen vorauszusagen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hilft Musik beim Vokabelnlernen?

Forscher haben untersucht, welche Rolle Hintergrundmusik beim Lernen spielt.

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen