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Porträt: Baby, auf dem Bauch liegend, weißhellblaues Handtuch auf dem Kopf, dunkle Augen, lächelnd, stützt sich auf Speckärmchen ab

Babys, die in den Niederlanden geboren sind, sind häufiger glücklich.
© didesign - Fotolia

Fr. 30. Januar 2015

Holländische Babys lachen mehr, US-Babys sind aktiver

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch dafür, wie Eltern mit ihrem Nachwuchs umgehen. Dass dies offenbar auf das Temperament der Babys abfärbt, haben US-Psychologen jetzt herausgefunden.

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Babys, die in den Niederlanden geboren wurden, waren häufiger glücklich und ließen sich im Alter von sechs bis zwölf Monaten leichter beruhigen als ihre US-amerikanischen Altersgenossen. Außerdem lachten und lächelten sie häufiger und schmusten mehr. US-amerikanische Säuglinge waren andererseits aktiver und eher lautstark, zeigten aber auch häufiger Anzeichen von Angst, Frustration oder Traurigkeit und konnten sich weniger gut von allein beruhigen.Dies berichten die Psychologin Maria Gartstein von der Washington State University und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift European Journal of Developmental Psychology.

Das unterschiedliche Temperament gehe vermutlich darauf zurück, welche kulturellen Werte in einem Land vorherrschten und wie Eltern daher mit ihren Sprösslingen umgingen, so Gartstein. Eltern in den USA war danach Selbstständigkeit besonders wichtig und sie förderten diese, indem sie den Kindern eine breite Vielfalt an neuen Erfahrungen ermöglichten. Sie legten viel Wert auf die kognitive Stimulation des Kindes, zum Beispiel durch Spielen mit verschiedensten Spielzeugen oder lautes Vorlesen, berichtet die Psychologin. Anders in den Niederlanden: Sie sei erstaunt gewesen, wie selten niederländische Eltern Spielsachen benutzen, wenn sie mit ihren Babys spielen, sagt Gartstein. Außerdem banden Eltern in den Niederlanden ihren Nachwuchs eher in die Tagesaktivitäten zu Hause ein und legten viel Wert auf Regelmäßigkeit und Ruhe. Das relativ ruhige Wesen der Babys gehe wahrscheinlich zumindest teilweise auf die regelmäßigeren Schlafenszeiten und die geringere Intensität der Aktivitäten zurück, vermutet die Psychologin.

HH

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