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Frontalfoto: junge Frau, dunkle, glatte, lange Haare, zeigt Zunge, auf der eine Tablette liegt, in die Kamera

Nicht jeder nimmt so gerne Pillen ein wie diese junge Frau. Manch einer tut es sogar so ungern, dass er eher zwei Jahre Lebenszeit dafür hergeben würde.
© AntonioDiaz - Fotolia

Mi. 04. Februar 2015

Lieber kürzer leben statt Pillen schlucken?

Wie viel Geld oder Lebenszeit würden Menschen hergeben, um nicht täglich Herzmedikamente einnehmen zu müssen? Dieser Frage gingen US-amerikanische Wissenschaftler nach, die wissen wollten, was tägliches Pillenschlucken für die Lebensqualität bedeutet.

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Wie die Forscher im Fachblatt Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes berichten, würde es einer von drei Befragten in Kauf nehmen, kürzer zu leben, wenn sich damit die tägliche Einnahme einer Tablette gegen Herzkrankheiten vermeiden ließe. Etwa jeder Fünfte würde eine Zeitspanne zwischen einer Woche und einem Jahr eintauschen, mehr als acht Prozent der Studienteilnehmer würden sogar auf bis zu zwei Jahre ihrer Lebenszeit verzichten. Ebenfalls etwa jeder Fünfte gab an, dass er einen Betrag von 1.000 Dollar – was etwa 870 Euro entspricht (Stand: Februar 2015) – oder mehr bezahlen würde, um nicht für den Rest seines Lebens Pillen schlucken zu müssen, und neun Prozent glaubten, sie würden dafür ein um 10 Prozent höheres Risiko für einen plötzlichen Tod hinnehmen. Die lebenslange tägliche Einnahme von Herzmedikamenten sehen manche Menschen demnach skeptisch und vermuten, dass dies ihre Lebensqualität einschränken würde.

Nichtsdestotrotz sprach sich ein Großteil der Befragten jedoch für die Medikamenteneinnahme aus: 62 Prozent würden nicht das geringste Risiko eingehen wollen, früher zu sterben, 70 Prozent würden nicht eine Woche ihrer Lebenszeit für ein pillenfreies Leben eintauschen und 43 Prozent würden dafür nicht einen Penny bezahlen.

Für ihre Arbeit hatten die Forscher 1.000 Personen mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren über das Internet befragt. Auch wenn die Befragung rein hypothetisch gewesen und der Einfluss auf die Lebensqualität vielleicht nicht so groß sei, seien ihre Erkenntnisse wichtig, wenn man die große Zahl an Menschen bedenke, die ein Leben lang regelmäßig Herzmedikamente einnehmen müssten, so die Forscher.

HH

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