Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Natur und Kultur hemmen Entzündungen

Aktuelles

Rückenansicht: Frau, kurze, blonde Haare, weiße Bluse, auf Berg stehend auf Meer und Inseln schauend, ausgebreitete Arme

Atemberaubende Natur: Sieht nicht nur schön aus, sondern macht auch gesund.
© Igor Mojzes - Fotolia

Do. 05. Februar 2015

Natur, Kunst und Religion hemmen Entzündungen

Der Grand Canyon, die Sixtinische Kapelle oder Schuberts "Ave Maria" haben eins gemeinsam – sie können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Denn die schönen Gefühle, die beim Staunen entstehen, scheinen entzündungshemmend zu wirken, so das Fazit einer neuen Studie aus den USA.

Anzeige

Wissenschaftler von der University of California in Berkeley, USA, konnten eine Verbindung zwischen positiven Emotionen und einer geringeren Menge an entzündungsfördernden Zytokinen nachweisen. Die Forscher hatte hierfür Proben der Mundschleimhaut von mehr als 200 jungen Erwachsenen im Anschluss an verschiedene positive Gefühle untersucht, darunter Erheiterung, Ehrfurcht, Mitgefühl, Freude, Liebe und Stolz. Besonders positiv wirkt sich das Gefühl von Ehrfurcht und Staunen aus, das Menschen zum Beispiel beim Anblick eines berauschenden Naturwunders, eines Kunstwerks oder bei einer spirituellen Erfahrung berührt, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Emotion. Hier fanden sie die niedrigsten Werte für das Zytokin Interleukin 6, das als Marker für Entzündungen gilt.

Bei den Zytokinen handelt es sich um Eiweißstoffe, die das Immunsystem dabei unterstützen, Infektionen oder Krankheiten zu bekämpfen. Ein dauerhaft hoher Pegel steht jedoch mit einer schlechteren Gesundheit in Zusammenhang und soll Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und sogar Alzheimer und Depression begünstigen. "Dass Ehrfurcht, Staunen und Schönheit gesündere Zytokin-Pegel zu fördern scheinen, legt nahe, dass Tätigkeiten, die solche Emotionen hervorrufen, wie in der Natur spazieren zu gehen, sich in einem Musikstück zu verlieren oder sich in den Anblick eines Kunstwerks zu vertiefen, einen direkten Einfluss auf die Gesundheit haben können", sagt Dacher Keltner, Psychologe und Koautor der Studie.

Was jedoch zuerst da war – die niedrigen Zytokine oder die positiven Gefühle – können die Forscher nicht mit Sicherheit sagen. "Es kann auch sein, dass weniger Zytokine dazu führen, dass eine Person mehr positive Gefühle empfindet oder das sich beides gegenseitig beeinflusst", sagt Hauptautorin Jennifer Stellar.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Milch: fettarm gegen Depressionen

Eine asiatische Studie deutet an, dass fettarme Milchprodukte Depressionen vorbeugen.

Rote-Bete plus Sport verjüngen das Gehirn

Power-Gemüse und Jungbrunnen zugleich? Rote-Bete-Saft hat es US-Forschern angetan.

Frosch-Schleim tötet Grippeviren

Substanzen von der Haut einer Froschart könnten eine neue Waffe gegen Viren werden.

Das perfekte Profilbild wählen besser andere

Die selbst ausgesuchten Bilder sind zwar geeignet, aber meist nicht perfekt.

Worauf Frauen bei der Partnerwahl achten

Glaubt man einer aktuellen Studie, sind die inneren Werte eher nebensächlich.

Alzheimer mit Greebles aufspüren

Ein einfacher Test mit 3D-Figuren könnte einen frühen Hinweis auf die Krankheit liefern.

Wer Kälte sieht, bleibt cool

Beim Anblick einer Winterlandschaft fällt es uns leichter, kontrolliert zu handeln.

Graue Haare deuten auf krankes Herz hin

Unabhängig vom Alter sind graue Haare ein Warnsignal für Herzkrankheiten.

Was Film-Schurken gemeinsam haben

Den meisten Bösewichten sieht man sofort an, auf welcher Seite sie stehen.

Warum werden wir seekrank?

Offenbar ist Schwindel und Übelkeit vor allem die gefühlte Bewegung verantwortlich.

Homosexuell durch Hormon im Mutterleib?

Eine Studie deutet an, dass Progesteron einen Einfluss auf das Sexualverhalten hat.

Deutsche Babys schreien selten

Eine neue Studie zeigt, in welchen Ländern Dreimonatskoliken am häufigsten auftreten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen