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Nicht alle nehmen es mit der Treue zu einem Partner genau. Das könnte vererbt sein, sagen britische Forscher.
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Do. 12. Februar 2015

Treu oder untreu? Ein Blick auf die Finger verrät es

Die närrische Zeit hat begonnen – eine Zeit, in der es um die Treue oft nicht gut bestellt ist. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Treue aber nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Vielmehr scheint es eine Frage des Typs zu sein, der sich an den Längen verschiedener Finger erkennen lasse.

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Ob jemand eher treu ist oder oft die Partner wechselt, scheint beiden Geschlechtern – Männern wie Frauen – in die Wiege gelegt. Zumindest zum Teil, wie eine Studie britischer Forscher, die in dem Fachmagazin Biology Letters veröffentlicht wurde, nahelegt. Demnach gibt es im Großen und Ganzen zwei Gruppen von Menschen: Die einen bevorzugen eine längere Bindung mit einem Partner und ziehen es vor, nur dann mit jemandem ins Bett zu gehen, wenn tiefere Gefühle vorhanden sind. Den anderen sind Gefühle nicht so wichtig. Sie schätzen es eher, viele Kurzzeitbeziehungen mit verschiedenen Partnern zu haben.

Einen Hinweis darauf, ob jemand zur treuen oder untreuen Gruppe tendiert, könnte der Studie zufolge schon ein Blick auf die Finger klären. Dabei geht es nicht darum, wo die Finger sind, sondern um die Länge des Ringfingers im Verhältnis zum Zeigefinger. Lange Ringfinger deuten darauf hin, dass eine Person im Mutterleib hohen Testosteronmengen ausgesetzt war, erläutern die Forscher. Und mehr Testosteron soll mit polygamem Verhalten in Zusammenhang stehen, also der "Bäumchen-Wechsel-dich"-Mentalität.

Im Vergleich zu Frauen seien Männer im Mutterleib mehr Testosteron ausgesetzt und ihre Ringfinger seien tendenziell länger gegenüber den Zeigefingern, so die Forscher. So tendierten männliche Studienteilnehmer auch mit 57 Prozent eher zu unverbindlichen, kurzen Beziehungen als Frauen, bei denen dies auf 47 Prozent zutraf. Eine ähnliche Verteilung fanden die Forscher für das Fingerlängen-Verhältnis. Allerdings sei es wichtig, daran zu denken, dass für Treue oder Untreue auch andere Faktoren wie kulturelle oder Umgebungs-Einflüsse eine Rolle spielen, betont der Psychologe Professor John Manning von der Northumbria University in Newcastle, Großbritannien.

HH

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