Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Wale liefern Erklärung für Menopause

Aktuelles

Schwertwale

Schwertwale, auch Killerwale genannt, sind eine der wenigen Spezies neben dem Menschen, die eine Menopause haben.
© haraldkeppeler - Fotolia

Fr. 06. März 2015

Killerwale liefern Erklärung für Menopause

Die Menopause – also der Zeitpunkt der letzten spontanen Monatsblutung – gilt als eines der größten Mysterien in der Natur. Mit ihr endet die Zeit, in der Nachwuchs gezeugt werden kann. Während die fehlende Vermehrung bei vielen Tierweibchen einem Todesurteil gleichkommt, ist Frauen in der Regel danach noch ein langes Leben beschert. Eine mögliche Erklärung dafür liefern Killerwale – eine der wenigen Spezies, die wie der Mensch eine Menopause haben.

Anzeige

Ältere Killerwale-Weibchen leben nach der Menopause noch länger, weil sie ihren Familienmitgliedern helfen können, in schweren Zeiten Futter zu finden. Dies berichten britische Forscher gemeinsam mit US-amerikanischen Walspezialisten, die das Zusammenleben von Killerwalen erforscht hatten. Die älteren Weibchen seien eine Art Speicher ökologischer Informationen. Dieses Wissen helfe ihnen, eine Herde bei der Futtersuche zu guten Lachsgründen zu führen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass den älteren Killerwal-Weibchen die Führungsrolle besonders in schwierigen Jahren, in denen Lachse knapp sind, zufällt. Knappheit an Lachsen ist den Forschern zufolge einer der Hauptfaktoren, die zu Todesfällen in dieser Population beitragen. Deshalb könnte es ein Vorteil sein, wenn im Fall von Nahrungsknappheit ältere weibliche Tiere zur Stelle seien, die wissen, wann und wo Lachse zu finden sind.

Eine der führenden Theorien zur Menopause ist, dass sich Wissen mit zunehmendem Alter ansammelt und dass ältere weibliche Individuen wichtige Informationen über die Umgebung besitzen, die ihnen und ihren Nachkommen in schlechten Zweiten helfen können. Das scheint sich für Killerwale zu bestätigen und die Wissenschaftler vermuten, dass dies auch für die Menopause beim Menschen eine Rolle spielen könnte. Überlieferungen per Schrift seien noch relativ jung, weshalb Informationen über einen großen Zeitraum der Menschheitsgeschichte vor allem in der Erinnerung gespeichert werden konnten, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tomaten halbieren das Hautkrebs-Risiko

Eine neue Studie deutet auf den schützenden Effekt hin.

Wie Chilis Diabetikern helfen könnten

Der Inhaltsstoff Capsaicin hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

Deswegen löst Eis Kopfschmerz aus

Eine Ärztin aus Texas hat eine neue Erklärung für den sogenannten Hirnfrost.

Gesunde Knochen dank Fußball?

Es geht auf dem Platz zwar oft ruppig zu, trotzdem hat Fußball gesundheitliche Vorteile.

Großzügige Menschen sind glücklicher

Dazu muss man nicht mit Geld um sich werfen, wie Forscher zeigen.

Große "Sitzfläche", große Haftkraft?

Wann sich Bakterien besonders gut an Oberflächen festhalten können.

Schönheit steht auf dem Kopf

Menschen empfinden ein Gesichte schöner, wenn sie es auf dem Kopf stehend betrachten.

Wenn das Pflaster mitdenkt

Mit dem neuen Pflaster könnten Pfleger von außen erkennen, wann eine Wundauflage gewechselt werden muss.

Weniger Hirnleistung während der "Tage"?

Forscher haben ermittelt, wie sich Hormonschwankungen auf das Gehirn auswirken.

Forscher entwickeln probiotisches Bier

Sie erhoffen sich einen Zusatznutzen für den Darm und das Immunsystem.

Diabetes durch dreckige Luft?

Forscher prüften, was es mit diesem Verdacht auf sich hat. Mit unerwartetem Ergebnis.

Stimme: Status bestimmt Tonhöhe

Im Gespräch richtet sich die Tonlage nach der (gefühlten) gesellschaftlichen Position.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen