Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Toiletten-Beleuchtung aus Urin-Strom

Aktuelles

Blau gestrichene Toilettentüren, eine aus den Angeln gebrochen, gemauertes Toilettenhäuschen

Einfach genial: Urin nicht als Abfallprodukt zu sehen, sondern als Grundstoff zur Stromerzeugung.
© colourbox.de/Dmytro Potapchuk

Mo. 09. März 2015

Neuartige Toilette wird mit Strom aus Urin beleuchtet

Auf dem Campus der University of the West of England in Bristol haben ein Forscherteam und Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oxfam dieser Tage einen öffentlichen Lokus der besonderen Art in Betrieb genommen. Die Beleuchtung der Toilette funktioniert mit Strom, der aus Urin gewonnen wird. Was dort noch testweise läuft, soll in naher Zukunft in Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Anzeige

Flüchtlingslager in Katastrophengebieten werden meist unter widrigen Umständen errichtet. Andy Bastable von Oxfam weiß, dass es dabei "immer eine Herausforderung ist, Licht in die unzugänglichen Gegenden zu bringen, die von der Stromversorgung abgeschnitten sind." Die neue Technologie sei daher ein großer Schritt nach vorne. Besonders Frauen profitierten davon, da die Beleuchtung sie vor Übergriffen schütze. Für sie seien die Lager-Toiletten bislang meist gefährliche, weil dunkle Orte.

Die Technologie des Aborts basiert auf einer speziell entwickelten bakteriellen Brennstoffzelle. Darin produzieren Bakterien, die sich von Urin ernähren, biochemische Energie, die wiederum in Strom umgewandelt wird. Die Forscher um Professor Ioannis Ieropoulos vom Bristol BioEnergy Centre nennen diese Elektrizität "Urin-trizität" oder schlicht "Pipi-Power". Bereits im Jahr 2013 hatten sie zeigen können, dass sich mit dem auf diese Art und Weise erzeugten Strom ein Handy betreiben lässt.

Für Ieropoulos und Bastable eignet sich die Technologie für den Feldeinsatz gleich in mehrerlei Hinsicht. Neben dem nie versiegenden "Brennstoff" spricht auch der Preis für sich. So kostet das mobile, sich selbst mit Licht versorgende Klo, so wie es jetzt auf dem Campus steht, nur etwa 600 britische Pfund (circa 830 Euro) und hält in der Theorie ewig.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fußball-WM: Mit Musik zum Sieg

Die richtige Musik vor einem Spiel könnte einer Mannschaft zum Sieg verhelfen.

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen