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Junge blonde Frau schaut nach oben und beißt sich dabei auf die Unterlippe, Hintergrund blau

Menschen mit Stimmen im Kopf hören meist mehrere Stimmen mit verschiedenen charakterähnlichen Eigenschaften.
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Do. 12. März 2015

Stimmen im Kopf haben Charakterzüge

Eine aktuelle Studie zum Thema "Stimmen im Kopf" zeigt, dass diese vielfältiger und komplexer sind als bisher gedacht. Betroffene hören demnach meist nicht nur eine, sondern mehrere unterschiedliche Stimmen mit verschiedenen charakterähnlichen Eigenschaften. Zudem geht das Hören der Stimmen mit einem spürbaren körperlichen Effekt einher.

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Die Betroffene Rachel Waddingham zum Beispiel hört ungefähr 13 verschiedene Stimmen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Manche seien sehr wütend und gewalttätig, manche wiederum ängstlich, und wieder andere schelmisch oder boshaft, beschreibt sie das Phänomen. "Manchmal höre ich ein Kind, das sehr ängstlich ist", sagt Waddingham. "Wenn die Stimme ängstlich ist, fühle ich manchmal ein schmerzhaftes Brennen in meinem Körper."

Mit diesen Erfahrungen ist sie nicht alleine, wie die aktuelle und wohl größte und detaillierteste Studie zu dem Thema jetzt zeigt. Demnach hören die meisten Menschen, die Stimmen hören, unterschiedliche Stimmen mit verschiedenen charakterähnlichen Eigenschaften. Zwei Drittel der Studienteilnehmer verspürte gleichzeitig auch einen körperlichen Effekt, wie Hitze oder ein Prickeln in Händen oder Füßen, berichtet Dr. Angela Woods von der Durham University in England gemeinsam mit Kollegen in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry. Des Weiteren unterscheidet sich auch die Art und Weise, wie Stimmen wahrgenommen werden. Weniger als die Hälfte der Befragten berichtete davon, ausschließlich hörbare Stimmen zu hören. 45 Prozent beschrieben die Stimmen als entweder gedankenähnlich oder als etwas dazwischen, sozusagen einer Mischung aus Gedanken und Hörbarem. Die Studie bestätigt zudem, dass Personen mit und ohne psychiatrische Diagnose Stimmen hören können, so die Forscher. Sie hatten 153 Studienteilnehmer, 26 davon ohne psychische Vorerkrankung, befragt.

HH

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