Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mit Zupf-Therapie Haarverlust stoppen

Aktuelles

Nahaufnahme, fröhlich blickender Mann ca. Mitte/Ende 20 mit Halbglatze, Seitenhaare ganz kurz rasiert

Wegen des Haarausfalls bereits in jungen Jahren greifen viele Männer zur Notwehr und rasieren den verbliebenen Kranz auch noch ab.
© Model colourbox.de/Natalia D.

Fr. 10. April 2015

Haarausfall: Haare zupfen lässt neue wachsen

Noch müssen viele Männer hinnehmen, dass ihre Haarpracht nach und nach schwindet. Doch es gibt einen Lichtblick: Forscher haben eine neue Methode gefunden, die der Glatzenbildung entgegenwirken könnte: Statt die Restbestände zu hegen und zu pflegen, könnte es helfen, zugunsten neuer Haare einige alte zu opfern.

Anzeige

In Versuchen mit Mäusen zeichnete sich ab, dass das Herauszupfen von 200 Haaren in einem bestimmten Muster das Wachstum von bis zu 1.300 Ersatzhaaren anregen kann. Dies berichten die Forscher um Cheng-Ming Chuong von der University of South California in Los Angeles, USA, in der Fachzeitschrift Cell. Das Ausreiß-Muster war bei einer geringen Haardichte von entscheidender Bedeutung. Wurden die Haare auf einer Fläche mit mehr als sechs Millimeter Durchmesser herausgezupft, passierte gar nichts. Betrug die kreisförmige Zupf-Fläche jedoch nur einen Durchmesser von drei bis fünf Millimetern, regte dies die Regeneration von 450 bis 1.300 Haaren an. Einige davon wuchsen sogar außerhalb der Zupfregion.

Auf die Idee, dass sich die Umgebung eines Haares dazu nutzen lassen könnte, weitere Haarfollikel zu aktivieren, waren die Forscher durch die Kombination zweier Erkenntnisse gekommen: Zum einen, dass die Verletzung eines Haarfollikels seine direkte Nachbarschaft beeinflusst und zum anderen dass sich die Umgebung umgekehrt auf die Haar-Regeneration auswirken kann. Dem genauen Mechanismus kamen die Wissenschaftler durch molekulare Analysen auf die Spur. Beim Herauszupfen werden demnach von dem Follikel Entzündungsstoffe freigesetzt, die Immunzellen zur Stelle der Verletzung dirigieren. Diese setzen ihrerseits bestimmte Signalstoffe frei, die in einer bestimmten Konzentration sowohl herausgerissenen als auch noch vorhandenen Haarfollikeln das Signal zum Wachsen geben. So vielversprechend die Resultate sind, ist von einem Selbstversuch beim derzeitigen Stand der Erkenntnisse jedoch abzuraten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie sich Erinnerungen manipulieren lassen

Eine neue Studie zeigt, dass man seinem Gedächtnis nicht immer trauen kann.

4 Fehler bei der Geschenke-Suche

Wissenschaftler haben analysiert, welche Präsente besonders gut ankommen.

Schmalere Becken durch Kaiserschnitt?

Durch die moderne Medizin verändert sich der Körper der Frau.

Mehr Sport - mehr Sperma

Eine gewisse Art von Training wirkt sich besonders positiv aus.

Passivrauch macht Haustiere krank

Auch bei Hund, Katze & Co. steigt das Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen