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Alter Mann mit Brille putzt sich die Zähne; im Spiegel zu sehen

Gute Zahnpflege verhindert, dass sich Parodontitis-Bakterien im Zahnfleisch festsetzen können.
© Ingo Bartussek - Fotolia

Do. 07. Mai 2015

Zahnfleisch-Behandlung nützt der Prostata

Bei Männern, die unter einer Entzündung der Vorsteherdrüse, im Fachjargon Prostatitis, leiden, könnte es sinnvoll sein, den Blick auch etwas weiter nach oben zu richten. Denn offenbar scheinen die Prostataprobleme auch mit Zahnfleisch-Erkrankungen zusammenzuhängen.

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Werden Zahnfleischprobleme behandelt, lindert das gleichzeitig Symptome, die mit einer Prostataentzündung einhergehen. Eine solche Parodontal-Behandlung wirkte sich bei einem Teil der 27 Studienteilnehmer positiv aus. Bei den Patienten war die Entzündung der Prostata durch eine Nadelbiopsie bestätigt worden. Sie wiesen zudem erhöhte Blutwerte für das prostataspezifische Antigen (PSA) auf. In dem Behandlungszeitraum von acht Wochen, in dem sich die Zahnfleischerkrankungen deutlich verbesserten, sank bei 21 Teilnehmern der PSA-Wert ab - selbst ohne eine Behandlung der Prostata. Das berichten die Wissenschaftler von der Case Western Reserve University in der Fachzeitschrift Dentistry. Teilnehmer mit den stärksten Entzündungszeichen profitierten am meisten von der Zahnfleischbehandlung.

Geht es nach Studienautor Nabil Bissada, sollte die Behandlung des Zahnfleischs Teil der Standardbehandlung von Prostataerkrankungen werden. Es sei bekannt, dass Zahnfleischerkrankungen nicht nur den Mundraum betreffen, so der Wissenschaftler. Vielmehr handele es sich um Krankheiten, die Entzündungen in verschiedensten Körperregionen hervorrufen könnten. In früheren Studien hatten die Zahnexperten Zusammenhänge zwischen Zahnfleischerkrankungen und Todgeburten, rheumatoider Arthritis sowie Herzkrankheiten feststellen können.

HH


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