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Statt mit lebenden Fischen werden die Versuche mit Zellen der Tiere im Labor gemacht.

Tests mit Fischzellen im Labor könnten genauso gut Auskunft über Umweltrisiken geben wie Tierversuche.
© Syda Productions - Fotolia

Mo. 10. August 2015

Fischzellen können Tierversuche ersetzen

Bevor neue Chemikalien zugelassen werden, muss getestet werden, ob sie ein Umweltrisiko darstellen – normalerweise mit lebenden Fischen. Doch die Tests sind aufwändig, teuer und dauern Wochen bis Monate. Schweizer Forscher zeigen nun, wie das mit Fischzellen schneller und verträglicher gehen kann.

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Statt mit lebenden Fischen werden die Versuche mit Zellen der Tiere im Labor gemacht. Nach nur fünf Tagen zeigen die je nach Chemikalienbelastung schneller oder langsamer angestiegenen Zellzahlen – kombiniert mit der Hochrechnung in einem Computermodell – eine verblüffend gute Übereinstimmung zu den unabhängig durchgeführten Versuchen mit lebenden Fischen. Das Modell sagt voraus, was passiert, wenn der Fisch die getestete Chemikalie im Wasser antrifft – das hilft, andere Tests und Vorhersagemodelle zu verbessern. Für die Studienleiterin Professor Dr. Kristin Schirmer steht fest: "Das ist ein großer Schritt hin zu einfacheren, günstigeren und schnelleren Testverfahren für die Zulassung und Anwendung neuer Chemikalien." Die Resultate haben Wissenschaftler vom Schweizer Wasserforschungsinstitut EAWAG sowie von den Hochschulen in Zürich und Lausanne in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Pro Jahr werden allein im EU-Raum über eine Million Fische für toxikologische Tests und Forschungszwecke eingesetzt, für einen einzigen Chemikalien-Test zum Fischwachstum rund 400 Fische. Umweltbehörden verlangen vor der Zulassung neuer Chemikalien oft solche Tests, da das Wachstum über die frühen Lebensstadien sehr empfindlich auf eine Belastung des Wassers mit Schadstoffen reagiert. Immer mehr Versuchstiere einzusetzen, ist jedoch ethisch fragwürdig.

EAWAG/RF

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