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Forscher haben einen Weg gefunden, um die Menopause rückgängig zu machen.

Ewig hinauszögern können Frauen die Familienplanung nicht - die Fruchtbarkeit nimmt mit dem Alter immer weiter ab.
© Monkey Business - Fotolia.com

Fr. 22. Juli 2016

Für immer fruchtbar? Forscher machen Menopause rückgänig

Nach der Menopause ist es mit dem Kinderkriegen vorbei, zumindest nach derzeitigem Stand der Dinge. Das könnte sich jedoch vielleicht bald ändern. Wie Wissenschaftler in der Zeitschrift New Scientist berichten, haben sie einen Weg gefunden, die Menopause rückgängig zu machen.

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Mit einer Bluttherapie, die eigentlich zur Behandlung von Wunden eingesetzt wird, könnten Frauen auch nach der Menopause noch Kinder bekommen. Wie das Team um den griechischen Gynäkologen Konstantinos Sfakianoudis zeigen konnte, scheint die Behandlung mit sogenanntem plättchenreichen Plasma (PRP), das aus dem Blut eines Patienten gewonnen wird, wie eine Verjüngungskur auf die Eierstöcke zu wirken. Mit ihr könnten Frauen auch nach der Menopause wieder fruchtbare Eier freisetzen. Bei Frauen, die mit dieser Therapie behandelt wurden, setzte die Periode wieder ein. In einem Fall geschah dies sogar nach fünf Jahren ohne Menstruation. Wie genau die Bluttherapie funktioniert, ist noch unklar. Es wird jedoch vermutet, dass sie die Regeneration von Gewebe stimuliert.

Die Forscher hatten 30 Frauen zwischen 46 und 49 Jahren mit der Bluttherapie behandelt. "Sie scheint in zweidrittel der Fälle zu wirken", sagte Sfakianoudis dem New Scientist. Sollten die Ergebnisse einer weiteren Überprüfung standhalten, könnte die Technik der abnehmenden Fruchtbarkeit älterer Frauen entgegenwirken. Frauen, bei denen die Menopause schon sehr früh eintritt, könnten trotzdem schwanger werden und die Methode könnte helfen, Begleiterscheinungen, die mit den Wechseljahren einhergehen, zu lindern, so die Hoffnung.

Noch haben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse jedoch nicht publiziert. "Wir brauchen größere Studien, bevor wir sicher sagen können, wie effektiv die Behandlung ist", sagt Sfakianoudis. Kritiker bemängeln, dass den Tests an Menschen eigentlich Tests an Tieren hätten vorausgehen müssen. Sie äußern zudem Bedenken zu Sicherheit und Effektivität der Behandlung. Sollten sich die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, kämen zudem ethische Fragen hinzu, zum Beispiel ob es ein Höchstalter für Schwangerschaften geben sollte, und falls ja, wo die Grenze zu ziehen wäre.

HH

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