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Krafttraining beugt auch Demenz vor.

Muskelaufbau tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Gehirn.
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Fr. 06. Januar 2017

Krafttraining beugt Demenz vor

Widerstand ist offenbar nicht zwecklos: Um geistigem Abbau entgegenzuwirken, hilft offenbar nicht nur Gedächtnistraining, sondern auch Krafttraining. Das geht aus einer neuen Studie der University of New South Wales, der University of Sydney und der University of Adelaide hervor.

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Über 55-Jährige, die bei sich leichte kognitive Beeinträchtigungen bemerken, können den Ergebnissen zufolge ihre Gehirnfunktion durch Muskelaufbau stärken. Leichte kognitive Beeinträchtigungen, eine Vorstufe von Alzheimer liegen vor, wenn Menschen beispielsweise unter Gedächtnisverlust leiden, aber noch ein selbstständiges Leben führen können. Anhand von MRT-Scans zeigte sich, dass das Krafttraining bestimmte Hirnregionen vergrößert. Diese Veränderung der Gehirnstrukturen seien auf die kognitiven Verbesserungen durch das Gewichte heben zurückzuführen. Das berichten die Forscher im Fachblatt "Journal of the American Geriatrics Society".

Für die Untersuchung wurden 100 Studienteilnehmer mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen zwischen 55 und 86 Jahren in verschiedene Gruppen eingeteilt. Beim Krafttraining sollten die Teilnehmer über sechs Monate hinweg zwei Mal Gewichte mit einer Belastung von 80 Prozent heben. Entsprechend dem Trainingsstand und dem Zuwachs der Muskeln wurde das Gewicht im Laufe der Monate immer wieder angepasst. Der Schlüssel zum Erfolg sei vor allem regelmäßiges Training. So empfiehlt Hauptautor Dr. Yorgi Mavros von der University of Sydney, mindestens zwei Mal pro Woche mit hoher Intensität zu trainieren. Davon profitiere auch das Gehirn.

NK

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