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Nicht alle sind glücklich, einem One-Night-Stand zugestimmt zu haben.

Nicht alle sind glücklich, einem One-Night-Stand zugestimmt zu haben.
© Jacob Lund - Fotolia.com

Fr. 20. Januar 2017

Sex: Die Reue nach dem One-Night-Stand

Einer groben Schätzung zufolge hat etwa die Hälfte aller West-Europäer und US-Amerikaner mindestens einmal im Leben einen One-Night-Stand. So mancher ist damit jedoch im Nachhinein nicht glücklich – Frauen häufiger als Männer.

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"Frauen bedauern häufiger als Männer, einem One-Night-Stand zugestimmt zu haben. Männer bedauern häufiger als Frauen, eine Chance verpasst zu haben", fasst Professor Leif Edward Ottesen Kennair von der Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim die Ergebnisse der Studie zusammen. Danach trifft die Tendenz, die Forscher zuvor bei US-Amerikanern feststellten, offenbar auch auf die als sexuell liberaler und egalitärer geltende Gesellschaft Norwegens zu. Wie der Psychologe gemeinsam mit Kollegen im Fachblatt Evolutionary Psychology berichtet, bedauerten um die 35 Prozent der befragten Frauen bis zu einem gewissen Grad, bei ihrem letzten One-Night-Stand "ja" gesagt zu haben. Bei Männern galt dies für nur 20 Prozent. Dagegen tat es keiner Frau leid, wenn sie einen schönen Abend mit einem "Nein" beendet hatte. Bei den befragten Männern bedauerte dagegen fast jeder Dritte eine verpasste Chance. Nur 43 Prozent waren glücklich damit, sich gegen das Abenteuer entschieden zu haben.

Bei der Suche nach den Gründen für die unterschiedliche Wahrnehmung, konnten die Forscher einige Aspekte ausschließen. So war der Partner-Status nicht ausschlaggebend dafür, ebenso wenig die Angst vor einer Schwangerschaft, sexuellen Infektionen oder einem schlechten Ruf, selbst wenn es hier Unterschiede zwischen Männern und Frauen gab. Auch die Tatsache, dass Männer häufiger einen Orgasmus hatten, scheine nicht dafür verantwortlich zu sein, so die Forscher. Den Grund für den Unterschied sehen sie vielmehr in der Evolutionsbiologie verwurzelt. Aus dieser Sicht betrachtet, geht es letztlich vor allem darum, die eigenen Gene weiterzugeben. Da Männer Hunderte von Kindern zeugen könnten – rein theoretisch zumindest – würde sich bei ihnen Quantität statt Qualität auszahlen. Frauen haben dagegen aus Sicht der Menschheitsgeschichte bei einem One-Night-Stand mit einem nicht-idealen Partner, am meisten zu verlieren. Bei ihnen zählt eher die Qualität.

Es habe sich gezeigt, dass neue kulturelle Veränderungen unsere biologischen Grundlagen nicht so schnell verändern, so die Forscher. Die Unterschiede, mit denen Männer oder Frauen in den Nachwuchs investierten, und wie wir uns verhalten, änderten sich nicht in ein paar Generationen. Dies gelte für die sexuelle Psychologie ebenso, wie beispielsweise für Ernährungsvorlieben, die durch die Evolution entstandenen sind.

HH

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