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Ein Gendefekt kann Karies begünstigen.

Gründliche Zahnpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche sind die beste Methode, um Karies vorzubeugen.
© Syda Productions - Fotolia.com

Fr. 10. Februar 2017

Karies: Eine Frage der Gene?

Warum putzen einige Menschen immer fleißig ihre Zähne und bekommen dennoch Karies, während andere es mit dem Putzen nicht so genau nehmen und trotzdem keine Löcher haben? Dieser Frage sind Forscher der Universität Zürich nachgegangen und kamen zu dem Ergebnis: Karies ist nicht nur eine Frage der richtigen Mundhygiene.

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Mutierte Gene können offenbar zu Defekten im Zahnschmelz führen und damit die Entwicklung von Karies begünstigen. Dies berichten Wissenschaftler vom Zentrum für Zahnmedizin und vom Institut für Molekulare Biologie der Universität Zürich. Sie untersuchten für die Studie Mäuse mit unterschiedlichen Mutationen in ihren Zahnschmelz-Proteinen. "Alle Mäuse mit Mutationen in diesen Proteinen zeigten Schmelzdefekte an ihren Zähnen", sagt Pierfrancesco Pagella, einer der beiden Erstautoren der Studie. Härte und Zusammensetzung des Zahnschmelzes können sich wiederum direkt auf das Fortschreiten von Karies auswirken: Bakterien und ihre giftigen Produkte gelangen leichter in einen Zahnschmelz mit einer weniger stabilen Struktur. Dies könne zu Karies führen, selbst wenn die erforderliche Mundhygiene eingehalten werde.

"Wir haben aufgezeigt, dass Karies nicht nur im Zusammenhang mit Bakterien steht, sondern auch mit der Widerstandsfähigkeit des Zahnes verbunden ist", sagt Thimios Mitsiadis, Professor für Orale Biologie vom Zentrum für Zahnmedizin. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Ergebnisse die Basis für neue Produkte liefert, die ein Fortschreiten von Karies bei defektem Zahnschmelz verhindern.

NK

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