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Das Geschlecht des Babys hat einen Einfluss auf das Immunsystem der Mutter.

Jede Schwangerschaft ist anders - das könnte einer aktuellen Studie zufolge auch mit dem Geschlecht des ungeborenen Babys zusammenhängen.
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Mi. 15. Februar 2017

Geschlecht des Babys beeinflusst Immunsystem der Mutter

Ob Morgenübelkeit, Gelüste oder andere Schwangerschaftssymptome: Viele Mütter berichten, dass ihr Körper während der Schwangerschaft unterschiedlich reagiert habe – abhängig vom Geschlecht des Kindes. Eine aktuelle Studie aus den USA untermauert nun diese Hinweise.

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Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Geschlecht des ungeborenen Babys und den Immunreaktionen der Mutter. Wissenschaftlerinnen von der Ohio State University hatten 80 Frauen während ihrer Schwangerschaft verfolgt und spezielle Immunmarker im Blut untersucht. Wie die Forscherinnen berichten, fanden sie bei den Schwangeren keine Unterschiede bei der im Blut vorhandenen Menge der sogenannten Cytokine, die mit dem Geschlecht des Babys in Zusammenhang stehen. Allerdings produzierten Immunzellen von Frauen, die ein Mädchen erwarteten, mehr proentzündliche Cytokine, wenn sie mit Bakterien in Kontakt kamen. Das Immunsystem von Frauen, die mit einem Mädchen schwanger waren, zeigte beim Kontakt mit Erregern also eine stärkere Entzündungsreaktion als das von Schwangeren, die einen Jungen erwarteten. Dies berichten die Wissenschaftlerinnen in der Fachzeitschrift Brain, Behavior and Immunity.

Entzündungsreaktionen seien ein wichtiger Teil der Immunantwort, die für die Wundheilung, die Abwehr von Viren und Bakterien, aber auch bei chronischen Krankheiten eine Rolle spielen. Eine übermäßige Reaktion könne den Körper allerdings belasten und zu Symptomen wie Schmerzen oder Müdigkeit beitragen. Die stärkere Entzündungsreaktion könnte den Forscherinnen zufolge eine Rolle dabei spielen, warum sich Beschwerden bei manchen Krankheiten, zum Beispiel Asthma, bei Frauen verschlimmern, die mit einem Mädchen schwanger sind. Das Geschlecht des Ungeborenen könne demnach ein Faktor sein, der mitbestimme, wie das weibliche Immunsystem auf die täglichen Herausforderungen reagiere, so das Fazit der Studie.

HH

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